Nauders weist Vorwürfe zurück

Nauders – Insgesamt 550.000 Euro an Entschädigungszahlungen bieten die Betreiber des Gemeinschaftskraftwerks Inn (GKI) den sieben Anrainerge...

Nauders –Insgesamt 550.000 Euro an Entschädigungszahlungen bieten die Betreiber des Gemeinschaftskraftwerks Inn (GKI) den sieben Anrainergemeinden im Obergricht. Beim Verteilungsschlüssel scheiden sich allerdings die Geister. Der Rieder BM Reinhard Knabl sagte, die Gemeinden, die auf eine Berufung gegen das Projekt verzichtet haben, wären bevorzugt worden – die TT berichtete.

Nauders zählt zu den Gemeinden, die keine Berufung eingereicht haben. Der Anteil der Abgeltungen für das Reschendorf liegt bei 20 Prozent. BM Robert Mair weist den Vorwurf vehement zurück: „Alle sind gleich behandelt worden. Es ist eine Frechheit, so etwas zu behaupten.“ Nauders hätte sich sehr wohl wehren können, „weil der einzige rote Punkt beim UVP-Verfahren unsere Gemeinde betrifft“. Mit dem roten Punkt ist, so Mair, eine Staumauer am Inn gemeint.

„Auch wir haben Bedenken bei der Wasserentnahme“, erläutert der Bürgermeister, „aber man sollte sich endlich deklarieren, ob wir die friedliche Nutzung von Wasserkraft haben wollen oder lieber Atomstrom.“ (hwe)