Bauernbund-Spitze drängt Steixner zu Kandidatur
Obwohl Bauernbundchef noch überlegt, ob er bei Landtagswahl wieder kan-didiert, gibt es für Geisler und Hechenberger keine Alternative zu Steixner.
Von Peter Nindler
Innsbruck –Seit Jänner 2006 sitzt Toni Steixner in der Landesregierung, 1988 wurde er ÖVP-Bauernbundobmann, zwei Jahre zuvor nahm er erstmals im Tiroler Landtag Platz. Der 55-jährige Landeshauptmannstellvertreter ist einer der längstdienenden Tiroler Politiker. „Als Bauernbundobmann ist es meine letzte Periode, ob ich wieder für den Landtag kandidiere, überlege ich noch“, sagte er gestern in Innsbruck. Interesse habe er nach wie vor, die Arbeit in der Landesregierung bereite ihm Freude, obwohl er in den vergangenen Jahren nicht nur in der Frage der Agrargemeinschaften mit einem rauen Gegenwind konfrontiert war. Zuletzt übten seine Parteikollegen Gemeindeverbandspräsident Ernst Schöpf und Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Bodenseer wegen der Grundverkehrsnovelle harsche Kritik an Steixner.
Vor allem das Verhältnis zu Schöpf ist getrübt. Dass er gemeinsam mit dem Gemeindechef, der immer wieder als ÖVP-Personalreserve gehandelt wird, in einer Regierung sitzt, kann sich Steixner nur schwer vorstellen. „Aber diese Frage stellt sich nicht, die Regierungsmannschaft stellt der Landeshauptmann zusammen.“ Obwohl er in einigen Sachthemen mit Schöpf übereinstimme, „seinen aggressiven Ton gegenüber den Bauern verstehe ich nicht“, sagt Steixner. Letztlich wolle der Bauernbund einen wichtigen Beitrag dafür leisten, dass die ÖVP bei der Landtagswahl in eineinhalb Jahren wieder zulegt. Momentan habe die Partei aber keinen so guten Lauf.
Im Bauernbund kokettiert der Agrarreferent übrigens auch mit einer Nachfolgerin. Trotz der Nachdenkphase bestand in der Bauernbundklausur in der Vorwoche in Matrei kein Zweifel daran, dass Steixner erneut für den Bauernbund in die Landtagswahl zieht. „Steixner ist unser Zugpferd, der Obmann wird den Bauernbund in der Landtagswahl anführen“, sagt VP-Klubchef und Bauernbundfunktionär LA Josef Geisler.
Auch für Landwirtschaftskammerpräsident Josef Hechenberger steht Steixner außer Diskussion. „Wir stehen zu 100 Prozent hinter ihm, er ist unsere Speerspitze in der Tiroler Landespolitik und wird auch nach 2013 eine wichtige Rolle in der Landesregierung spielen.“
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