Gesellschaft

Dutzende Tote bei Kämpfen zwischen Tuareg-Rebellen und Armee in Mali

45 Rebellen sind laut Verteidigungsministerium in zwei Städten des Landes getötet worden. Auch zwei Soldaten verloren ihr Leben. Dutzende Menschen wurden verletzt.

Bamako – Bei Kämpfen zwischen Tuareg-Rebellen und der Armee im westafrikanischen Mali sind nach offiziellen Angaben dutzende Aufständische getötet worden. Wie das Verteidigungsministerium in Bamako am Donnerstag mitteilte, wurden in zwei Städten im Norden des Landes - Aguelhoc und Tessalit - insgesamt 45 Rebellen getötet. Außerdem seien zwei Soldaten getötet und zehn weitere verletzt worden.

Auch unter den Rebellen habe es „zahlreiche Verletzte“ gegeben. Tuareg-Kämpfer hatten die beiden Städte nahe der algerischen Grenze am Mittwoch angegriffen. Am Vortag hatten sie bereits die Stadt Menaka nahe der Grenze zum Niger angegriffen. Wie viele Opfer es dort gab, teilte das Ministerium nicht mit. Den Angaben zufolge hatte die Armee alle drei Städte am Donnerstag unter Kontrolle.

Es waren die ersten schweren Kämpfe zwischen Tuareg-Rebellen und der Armee in Mali seit 2009. Das über mehrere Staaten verteilte Nomadenvolk hatte in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder gewaltsam gegen die Regierungen in Bamako sowie in Niamey im benachbarten Niger aufbegehrt. Die malische Regierung machte Kämpfer, die nach dem Umsturz in Libyen schwer bewaffnet von dort zurückgekehrt sind, für die jüngsten Angriffe verantwortlich. In Libyen hatten zahlreiche Tuareg-Kämpfer bei den Sicherheitskräften des im Oktober getöteten Machthabers Muammar al-Gaddafi gedient. (APA/AFP)