Innenpolitik

Grüne wollen Aus für Pendlerpauschale

Wien – „Das ist ein Luxus, den wir uns nicht länger leisten können.“ Mit diesen Worten bringt die Vorsitzende der Grünen, Eva Glawischnig, d...

Wien –„Das ist ein Luxus, den wir uns nicht länger leisten können.“ Mit diesen Worten bringt die Vorsitzende der Grünen, Eva Glawischnig, das Schlachten der heiligen Kuh Pendlerpauschale in die Debatte um Budgeteinsparungen. An die 250 Millionen Euro würde die Streichung der Pendlerpauschale jährlich dem Budget bringen.

Konkret will die Grünen-Chefin das Pauschalen-Aus für Besserverdiener. „Wir sind bei der Pendlerförderung für eine grundlegende Reform, die Öffi-Pendler bevorzugt statt wie derzeit benachteiligt. Wir wollen die Pendlerpauschale für Kurzstrecken und Gutverdiener streichen. Dass – wie parlamentarische Anfragen ans Licht gebracht haben – die Nutznießer dieser Förderung überwiegend gut verdienende Auto-Pendler aus den Speckgürteln rund um Wien, Graz oder Innsbruck sind, ist ein teurer Luxus für die Umwelt und uns alle.“

Laut Verkehrsclub Österreich bringt die Pauschale vor allem Gutverdienern überdurchschnittlich viel. Etwas mehr als ein Viertel der Steuerersparnis entfällt laut VCÖ auf Personen, die zwischen 35.000 bis 50.000 Euro im Jahr verdienen. Zusätzliche 22 Prozent der Gesamtleistung erhalten Pendler, die ein Jahreseinkommen von mehr als 50.000 Euro erzielen. Für VCÖ und Grüne fördert diese Pauschale Zersiedelung und Umweltbelastungen.

Die Pauschale wird als Absetzbetrag von der Einkommensteuer geltend gemacht. Sie vermindert die Lohnsteuerbemessungsgrundlage. Die Steuerersparnis beträgt ca. 30 Prozent der angeführten Pauschale. Laut Arbeiterkammer kann ein Pendler bei einer Entfernung vom Arbeitsplatz von 20 bis 60 km und einem durchschnittlichen Einkommen durch das Pendlerpauschale mit einer Ersparnis von 300 bis 400 Euro im Jahr rechnen.

Mehr als 800.000 Personen beziehen aktuell Pendlerpauschale. (mill)