Pflegeheim in Bayern weckt Tiroler Interesse
Kufstein – Die demografische Entwicklung, immer stärkere Veränderungen in den Familienstrukturen und im Kostenwesen, macht es notwendig, neu...
Kufstein –Die demografische Entwicklung, immer stärkere Veränderungen in den Familienstrukturen und im Kostenwesen, macht es notwendig, neue Wege in der Versorgung hilfs- und pflegebedürftiger Menschen zu gehen. Auf dieser Grundintention basiert das grenzüberschreitende Euregio-Projekt „Mehrgenerationenhaus Flintsbach – Tagesbetreuung“ mit den Partnern Österreichisches Rotes Kreuz Kufstein und Christliches Sozialwerk Degerndorf – Brannenburg – Flintsbach a.Inn (CSW). In dem einmaligen Projekt im Inntal sollen über den ganzen Tag alterskranke Personen fachgerecht betreut werden und somit in vielen Fällen auch eine Entlastung der Angehörigen stattfinden. Vor einem Jahr kamen die Verhandlungen in Kufstein unter Führung von Euregio-Geschäftsführer Walter Weiskopf, ÖRK-Bezirksgeschäftsführer Harald Bachmeier und Johann Weiß vom Christlichen Sozialwerk zum Abschluss. Nun fand im neu eröffneten Mehrgenerationenhaus Flintsbach ein Gespräch dazu statt.
Besuche des Kooperationspartners Rotes Kreuz Kufstein und ein Treffen mit Tiroler Bürgermeistern sollen das grenzüberschreitende Projekt noch weiter beleben. Erste Anfragen aus Tirol, zum Beispiel aus Erl, zeigen, dass Bedarf in dieser Region besteht.
Das Rote Kreuz Kufstein, das eine sehr breit gefächerte Gesamtversorgung anbietet, hat noch Ressourcen im Bereich Fahrdienst. Gerade diese können in das Projekt gut mit eingebracht werden.
Abgestimmte Schulungen der Betreuerinnen, thematisch passende Vortragsreihen mit Pressearbeit dies- und jenseits der Grenze werden weiter ausgebaut.
Unter genauer Einhaltung der EU-Förderrichtlinien wird die finanzielle Unterstützung über den Kleinprojektefonds der Euregio Inntal bis zu einem Betrag von 15.000 Euro erfolgen.
In der „Euregio Inntal“ arbeiten u. a. Kommunen, Ämter, Fachhochschulen und Verbände aus den Tiroler Bezirken Kufstein und Kitzbühel sowie aus den bayerischen Landkreisen Rosenheim, Traunstein und der Stadt Rosenheim zusammen. (TT)