Kneissl-Gläubiger haben Sanierungsplan zugestimmt
Die Kneissl-Gläubiger haben am Mittwoch die Sanierungspläne für die drei insolventen Gesellschaften der Kufsteiner Skifirma angenommen. Alter und zugleich neuer Eigentümer ist damit Al Jaber.
Kufstein - Die Kneissl-Gläubiger haben am Mittwoch über die Sanierungspläne für die drei insolventen Gesellschaften der Kufsteiner Skifirma abgestimmt. „Es ist jedenfalls mit einer Annahme zu rechnen, da alle Voraussetzungen erfüllt sind“, sagte Walter Hintringer vom Kreditschutzverband von 1870 (KSV) noch am Dienstag. Die vorgelegten Pläne wurden schließlich angenommen.
Die Sanierungspläne werden den Gläubigern nun eine Quote von 20 Prozent bringen. Der saudisch-österreichische Investor Mohamed Al Jaber hat für Kneissl 1,98 Mio. Euro auf einem Treuhandkonto seines Anwalts hinterlegt. Somit seien die Finanzierungserfordernisse sichergestellt. Zudem seien die Verbindlichkeiten der UniCredit Bank AG auf die Hypo Niederösterreich Gruppe AG umgeschuldet worden. Von der Hypo Niederösterreich liege indes eine Rückstehungserklärung vor. Für die Gläubiger stellen die Sanierungspläne laut Hintringer die „mit Abstand beste Lösung“ dar, denn bei einer Vermögensverwertung würde die Verteilungsquote im einstelligen Prozentbereich liegen.
Kneissl-Geschäftsführer Andreas Gebauer hatte am 22. Dezember für die drei insolventen Gesellschaften, die Kneissl Holding GmbH, die Kneissl Star Lounge GmbH und die Kneissl Tirol GmbH, Sanierungspläne eingebracht. Über die Skifirma wurde nach monatelangem Hin und Her im Februar des vergangenen Jahres der Konkurs eröffnet. Al Jaber ließ wiederholt Zahlungsfristen für eine längst zugesagte rettende Kapitalerhöhung verstreichen, Ende Juni 2011 schließlich auch die Frist für die Annahme der Sanierung. Eine Übernahme durch die deutsche Firma Friends of Sport scheiterte knapp vor Weihnachten. (tt.com)