Kriminalität im Bezirk ist gesunken

160 Straftaten weniger wurden im Jahr 2011 angezeigt. Die Information im Bereich der Prävention wird beibehalten.

Kitzbühel – Diebstähle und Sachbeschädigungen verzeichnen in der Kriminalstatistik der Polizei des Bezirks Kitzbühel, im Jahr 2011, einen Rückgang. Im Gegensatz dazu gibt es eine Zunahme bei Ladendiebstählen und Einbrüchen. „Alles in allem ist die Zahl der Delikte ziemlich gleichbleibend“, erklärt Johann Eder, Kriminalreferent des Bezirkspolizeikommandos Kitzbühel.

3697 Fälle wurden im vergangenen Jahr zur Anzeige gebracht – um 160 Straftaten weniger als im Vergleichsjahr 2010. Eder erklärt sich dies mit den Präventionsmaßnahmen, die vor allem im Winter durchgeführt werden. „Die Skidiebstähle sind in den letzten Jahren zurückgegangen“, erzählt Eder und betont, dass die Polizisten am Anfang der Wintersaison die Rezeptionen der Hotels abklappern, um das Personal aufzuklären. Die Mitarbeiter sollen auch ermutigt werden Verdächtige zu melden. In Uniform und zivil sind die Polizisten in der Wintersaison besonders nach 16 Uhr unterwegs, um Diebstähle zu verhindern.

Bei den Einbrüchen gab es hingegen einen Zuwachs von 13 Fällen, wobei Eder erklärt, dass das Aufbrechen eines Radschlosses gleich gewertet wird wie das Stehlen eines Tresors. Diese Fälle gehen vor allem auf organisierte Banden zurück, die für Seriendiebstähle in Tirol verantwortlich sind. Die Aufklärungsquote in Tirol liegt derzeit bei 51 Prozent. Obwohl ein leichter Rückgang verzeichnet wurde, liegen die Kitzbüheler mit einer Rate von 54,7 Prozent noch immer oberhalb des Tiroler Durchschnitts.

Zur Vorbeugung bietet die Polizei nun Sicherheitsberatungen im Eigenheim aber auch für Geschäfte und Firmen an, die kostenlos in Anspruch genommen werden können. Für jeden Einzelnen gilt auch weiterhin, dass Wertgegenstände nicht unbeaufsichtig liegen gelassen werden sollen. Beispielsweise die Geldtasche im Einkaufskorb oder das Handy in der Jacke, die auf der Garderobe im Lokal hängt. „Jeder Einzelne ist aufgefordert, die Augen offen zu halten und verdächtige Wahrnehmungen zu melden“, erklärt Eder abschließend. (veh, TT)