Weichenstellung für SOS-Dorf und Sill-Welle
Innsbruck – Mit gleich zwei nachhaltigen Projekten befasste sich gestern der Innsbrucker Stadtsenat. Und beide sollen hohe Wellen schlagen. ...
Innsbruck –Mit gleich zwei nachhaltigen Projekten befasste sich gestern der Innsbrucker Stadtsenat. Und beide sollen hohe Wellen schlagen. Wenngleich in unterschiedliche Richtungen, wie unschwer zu ahnen ist.
Es geht, wie berichtet, um das geplante Engagement der Stadt für ein SOS-Kinderdorf in Peru (Provinzhauptstadt Cajamarca) auf der einen und die noch nicht funktionierende „Stehende Welle“ an der Sillmündung zum Inn auf der anderen Seite.
Bereits am Montag hatte BM Christine Oppitz-Plörer (FI) angekündigt, dass SOS-Kinderdorf-Geschäftsführer Christian Moser und Generalsekretär Richard Pichler dem Senat die näheren Details des geografisch fernen Vorhabens auf den Tisch legen werden. Zwei Doppelhäuser für vier Familien und ein Kindergarten sollen finanziert werden. Und wie im Anschluss an die Sitzung zu hören war, sollen alle Politiker – Oppitz-Plörer hatte in diesem Punkt zu einer um die Kleinfraktionen erweiterten Senatssitzung geladen – hellauf begeistert gewesen sein. Und das, obwohl die Höhe der geplanten Spende nicht von schlechten Eltern ist. Über mehrere Jahre soll die Stadt rund 320.000 Euro in das Kinderdorf stecken und so zeitgleich auch eine Patenschaft für das Dorf übernehmen, hieß es gestern. Bereits in einer der nächsten Sitzungen des Innsbrucker Gemeinderates soll das soziale Engagement der Stadt endgültig grünes Licht erhalten.
Grünes Licht gab es gestern auch für das Festhalten an der so genannten „Stehenden Welle“ an der neu gestalteten Sillmündung, nur einen Steinwurf vom neuen O-Dorf entfernt.
Die nicht funktionierende Wellenbildung stellte die Planer bis dato vor schier unlösbare Probleme. Wie Vize-BM Franz Gruber (VP) im Anschluss an die Sitzung festhielt, sei den Projektverantwortlichen „das vollste Vertrauen ausgesprochen worden“. Die Welle sei nur der kleinste Teil des Gesamtprojektes, welches hauptsächlich auf Hochwasserschutz ausgerichtet sei. Ungeachtet dessen beschloss der Senat, die Kajakrampe zu adaptieren und parallel dazu neue Untersuchungen zur Verbesserung der Wellenbildung durchzuführen. Die Paddler hoffen jedenfalls darauf. (mami)