Eigentümer: Keine Pleite bei Air Alps

Air-Alps-Haupteigentümer will in Kürze wieder fliegen. Ein Konkurs sei „kein Thema“. Heute soll über Flugerlaubnis entschieden werden.

Von Nina Werlberger

Innsbruck, Gossau –„Ein Konkurs ist im Moment kein Thema“, sagte Urs Peter Koller am Mittwoch zur TT. Er ist Chef der Schweizer Remi Finanz- und Verwaltungs AG, der die Air Alps und ihre Mutter Welcome Air mehrheitlich gehören. Wie berichtet, waren die drei Air-Alps-Maschinen am Freitag, den 13. Jänner, am Innsbrucker Flughafen überraschend geparkt worden. Der Linienbetrieb zwischen Bozen und Rom wurde eingestellt – seither war wild über eine mögliche Insolvenz der Tiroler-Südtiroler Airline spekuliert worden, die Geschäftsführung ging auf Tauchstation.

Das Unternehmen sei nicht pleite, versicherte Koller am Mittwoch: „Es ist Geld in der Kasse.“ Zudem werde ein Gesellschafterzuschuss diskutiert. „Ziel ist es, möglichst rasch wieder von Bozen nach Rom zu fliegen. Wir wollen in den kommenden Tagen den Betrieb wieder aufnehmen“, sagte Koller. Die italienische Luftfahrtbehörde hat laut dem Südtiroler Mobilitätsrat Thomas Widmann der Air Alps eine 15-Tages-Frist gestellt, um den Linienbetrieb wieder aufzunehmen – danach könnte die Landesregierung Konzession und Slots weitergeben.

Für die Zukunft der Air Alps gebe es zwei Szenarien, sagte Koller. Diese habe er gestern mit der Welcome-Air-Geschäftsführung diskutiert; das Ergebnis soll heute oder morgen präsentiert werden. Koller kündigte an, dass ein Notgeschäftsführer für Air Alps bestellt werde. Ein zentrales Problem der Fluglinie ist, dass Geschäftsführer und Betriebsleiter fehlen – beide sind zwingend notwendig, um fliegen zu dürfen. Der Chefposten ist unbesetzt, seit der frühere Welcome-Air-Geschäftsführer Helmut Wurm im Dezember gehen musste – „weil die Geschäfte nicht im Sinn der Eigentümer geführt wurden“, wie Koller anmerkte. Die neue Welcome-Air-Chefin Sabine Mertens wurde nach einem kurzen Zwischenspiel als Air-Alps-Geschäftsführerin dort ebenfalls wieder abgezogen.

Verkehrsministerium und Austro-Control wollen informierten Kreisen zufolge heute darüber entscheiden, ob der Fluglinie das Luftverkehrsbetreiberzeugnis entzogen wird oder nicht.