Entführte Geiseln in Somalia bei US-Militäroperation befreit
Die Amerikanerin und der Däne waren am 25. Oktober in Somalia verschleppt worden. Ihnen geht es den Umständen entsprechend gut.
Mogadischu – In einer nächtlichen Militäroperation haben US-Streitkräfte der Navy Seals zugeschlagen: Sie haben zwei Geiseln, die vor drei Monaten verschleppt worden waren, aus den Händen ihrer Entführer befreit, berichtet der britische Nachrichtensender BBC.
Während die Amerikanerin und der Däne bei der Aktion offenbar unverletzt blieben, sollen einige ihrer Entführer getötet worden sein. Die 32-Jährige und der 60 Jahre alte Mann wurden am 25. Oktober in der Nähe der Stadt Galkayo im Norden des Landes verschleppt. Sie hatten beide für die Hilfsorganisation „Danish Deminig Group“ gearbeitet.
Die Bewaffneten brachten die beiden in eine Stadt 100 Kilometer südlich von Galkayo, wo sie Montagnacht auch befreit wurden. Die gegen wird von der islamistischen al-Shabab-Miliz kontrolliert. Allerdings sollen die Angreifer der Miliz nicht angehört haben, heißt es von offizieller amerikanischer Seite.
Derzeit werden noch ein britischer Tourist und zwei spanische Mediziner in Somalia vermisst, die ebenfalls Opfer von Entführern wurden. Die Regierung macht die al-Shabab-Miliz für die Übergriffe verantwortlich. Diese dementiert allerdings.
Nach der Militäroperation wurden die Geiseln von den US-Spezialkräften per Helikopter aus dem Krisengebiet zur Militärbasis am Horn von Afrika gebracht. Das dänische Außenministerium hat offenbar vorgeschlagen, die Rettung voranzutreiben, weil einer der Geiseln eine „sehr ernste“ Erkrankung habe. Nähere Details wurden dazu allerdings nicht genannt. US-Präsident Barack Obama hatte die Mission genehmigt. Er erklärte, das sei „eine weitere starke Botschaft an die Welt, dass die Vereinigten Staaten von Amerika sich weiterhin vehement gegen die Bedrohung ihrer Bürger“ stellen würden. (rena)