US-Wirtschaft wächst um bis zu 3 Prozent
Trotz des globalen Abschwungs wächst die US-Wirtschaft nach Einschätzung von Finanzminister Geithner mit einer Jahresrate von zwei bis drei Prozent wieder relativ rund. Dennoch sei die größte Wirtschaftsmacht noch länger mit Aufräumarbeiten der Schäden aus der Finanzkrise beschäftigt, sagte Geithner am Freitag in Davos.
„Wir stehen vor großen Herausforderungen in den USA“, warnte der Minister wenige Stunden vor der Veröffentlichung der offiziellen Zahlen zum Wirtschaftswachstum im vierten Quartal 2012. Experten erwarteten, dass dabei aufs Jahr hochgerechnet ein Plus von 3,0 Prozent beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) herausspringen wird.
Obwohl das Wachstum wesentlich stärker als im Vorquartal (plus 1,8 Prozent) ausfallen dürfte, trat zuletzt auch Notenbankchef Ben Bernanke auf die Euphoriebremse. Er könne dem Land trotz leichter Aufwärtstendenzen keine wirtschaftlich stärkere Phase bescheinigen, sagte der Fed-Boss nach dem jüngsten Zinsentscheid. Insbesondere der langsame Abbau der für US-Verhältnisse hohen Arbeitslosigkeit macht ihm zu schaffen. Die Notenbank geht davon aus, dass die Erwerbslosenquote auch dieses Jahr mit 8,2 bis 8,5 Prozent weiterhin für US-Verhältnisse hoch bleiben wird und selbst im Jahr 2014 noch um die sieben Prozent aller Amerikaner ohne Job sein werden.