FI im Hoch, Konkurrenz schwächelt

Während sich die Innsbrucker Bürgermeisterliste „Für Innsbruck“ von ihrem Zwischentief im Jänner erholt zeigt, rutschen Grüne, VP und SP in der Gunst der Wähler nach unten. FP-Rochade zeigt Wirkung.

Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck –Das Jännerloch währte für die Innsbrucker Bürgermeisterliste „Für Innsbruck“ (FI) nur kurz. Bürgermeisterin Oppitz-Plörer und ihr Team mussten kurz nach Jahreswechsel gleichauf mit den Sozialdemokraten den dritten Platz im Parteienranking, noch hinter Grünen und ÖVP, verkraften. In der jüngsten, Anfang Februar eingeholten, repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Karmasin im Auftrag der Tiroler Tageszeitung (siehe Infobox) setzt nun der politische Frühling für die FI-Liste trotz der noch teils arktischen Kälte rascher als erwartet ein.

„Für Innsbruck“ legt der Karmasin-Umfrage zufolge in der Sonntagsfrage um sechs Prozentpunkte zu und kann mit 25 Prozent wieder von der Spitze lachen. Die drei hartnäckigsten Verfolger der Bürgermeisterliste, Grüne, SPÖ und Volkspartei, müssen indes Verluste hinnehmen. Herausforderer Nummer eins bleiben dabei weiterhin die Innsbrucker Grünen. Sie verzeichnen zwar ein Minus von zwei Prozentpunkten, liegen mit 21 Prozent aber immer noch klar vor ÖVP und SPÖ. Rot und Schwarz verlieren sozusagen im Gleichschritt je drei Prozentpunkte und matchen sich Kopf an Kopf um die dritte Position. Die Nase vorne hat vorerst noch die ÖVP mit 17, vor der SPÖ mit aktuell 16 %. Beide Parteien sind aber mit diesen Werten seit November 2011 an einem vorläufigen Tiefpunkt angelangt.

Die Liste Rudi Federspiel durchschreitet mit zehn Prozent (–1 Prozentpunkt) wieder ein umfragemäßiges Wellental, während sich die Innsbrucker Freiheitlichen mit einem gewonnenen Prozentpunkt erstmals seit Monaten über Zuwachs und somit über sieben Prozent freuen dürfen. Der Tiroler Seniorenbund pendelt sich auf drei Prozent (+1 Prozentpunkt) ein. Erstmals auf dem Stimmenbarometer aufscheinen können im Februar die Kommunisten. Die KPÖ verbucht vorerst ein Prozent auf der Habenseite.

Heiter bis wolkig könnte man auch die Stimmungslage für so manchen Bürgermeister-Direktkandidaten bezeichnen. Mit 57 % Zustimmung (+4 Prozentpunkte) findet Christine Oppitz-Plörer zu alter Stärke zurück und verweist abermals alle anderen Kandidaten für die erstmalige Bürgermeisterdirektwahl in der Landeshauptstadt Innsbruck am 15. April auf die Plätze. Ihre direkten Herausforderer müssen allesamt Federn lassen. Am härtesten trifft es dieses Mal ÖVP-Kandidat Franz Gruber, der gleich fünf Prozentpunkte einbüßen muss und somit nur noch auf elf Prozent kommt. Zugleich rutscht Gruber im Bürgermeister-Rennen auf Platz drei zurück. Überholt wird er von Rudi Federspiel, der zwar auch seinerseits einen Prozentpunkt abgeben muss, jedoch noch 13 Prozent der Innsbrucker auf seine Person einzuschwören vermag.

Nicht wirklich Grund zur Freude dürfte SPÖ-Bürgermeisterkandidatin Marie-Luise Pokorny-Reitter haben. Sie verliert im Vergleich zum Vormonat vier Prozent und liegt aktuell bei acht.

Von den Grünen als Bürgermeisterdirektkandidatin ins Rennen geschickt, holt sich Sonja Pitscheider im Vergleich zum schwachen Vormonat drei Prozent auf nunmehr sechs zurück, liegt aber damit sozusagen in der Sandwich-Position zwischen Rot und Blau. Die Letzteren, also die FPÖ, scheinen sich durch den überraschenden Kandidatenwechsel von Richard Heis auf August Penz langsam aus dem Umfrage-Keller emporarbeiten zu können. Wollte Heis im Jänner nur ein Prozent der Innsbrucker als Bürgermeister sehen, so können sich dies bei Penz schon vier Prozent vorstellen. Unverändert bleibt der Zuspruch für KPÖ-Spitzenkandidat Josef Stingl: ein Prozent – mehr scheint im Moment für ihn nicht möglich zu sein.