Flaurlinger Bürger machen gegen IKB-Kraftwerk mobil
In der Gemeinde Flaurling regt sich Widerstand gegen das von den Innsbrucker Kommunalbetrieben (IKB) geplante Regionalkraftwerk.
Von Nikolaus Paumgartten
Flaurling –Bewohnerinnen und Bewohner von Flaurling-Bahnhof, einer Siedlung zwischen Polling und Flaurling mit etwa 110 Häusern, schlagen Alarm. Grund sind die Kraftwerkspläne der Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB). Wie berichtet, wollen die IKB nach dem Abschied vom Vorhaben in Telfs das so genannte Regionalkraftwerk Mittlerer Inn mit Standort in Polling umsetzen. Die Anrainer in Flaurling-Bahnhof, wenige hundert Meter flussaufwärts des geplanten Stauwehrs, verweisen auf die prekäre Grundwassersituation in ihrer Siedlung und fürchten nun um ihre Eigenheime.
„Bei uns hat praktisch jeder jetzt schon eine Pumpe im Keller stehen“, erklärt Walter Schiffner von der Bürgerinitiative. Bei Schmelzwasser würden viele davon auf Hochtouren laufen, weil es das Grundwasser in die Gebäude drückt. Mit einem aufgestauten Inn vor der Haustüre werde sich die Situation weiter verschlechtern, sind die Anrainer überzeugt. Sie haben deshalb gestern eine Unterschriftenliste gegen das Kraftwerk aufgelegt.
Geht es nach der Initiative, so soll sich der Widerstand über die Flaurlinger Ortsgrenzen hinweg formieren. Schließlich würden sich die erforderlichen Maßnahmen beim Kraftwerksbau und -betrieb auf alle Bürgerinnen und Bürger der Region auswirken, so die Aktivisten.
Auf Nachfrage der TT erklären die IKB, die Sorgen der Anrainer ernst nehmen zu wollen und bereits Kontakt mit der Initiative aufgenommen zu haben. Derzeit arbeite man an der Erstellung eines Grundwassermodells, das dann die Basis für die technischen Lösungen (Kombination aus Dichtwand und Drainagen) bilden wird. Weiters sind in den Gemeinden runde Tische geplant, bei denen unter anderem auch das Grundwasser Thema sein wird. „Ziel der IKB ist es, gemeinsam mit den Bürgern vor Ort Lösungen zu erarbeiten, die zu einer größtmöglichen Zufriedenheit – gerade bei den betroffenen Bürgern – führen“, heißt es seitens der IKB.
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