Kritische Töne zu Innsbruck im Netz

Innsbruck – Nach mehrjähriger Planung und Entwicklung ging gestern die neue Homepage der Stadt Innsbruck ins Netz. Gemeinsam mit Stadtmarket...

Innsbruck –Nach mehrjähriger Planung und Entwicklung ging gestern die neue Homepage der Stadt Innsbruck ins Netz. Gemeinsam mit Stadtmarketing und Tourismusverband Innsbruck mit seinen Feriendörfern gibt es eine gemeinsame Landing-Page. So groß die Zufriedenheit von BM Christine Oppitz-Plörer über das deutlich schlankere und übersichtlichere Design der städtischen Website auch ist, kritische Begleittöne blieben nicht aus. Denn Vorgangsweise und Auftragsvergabe sorgen für Kritik.

Eine Arbeitsgruppe befasste sich mit dem neuen Web-Auftritt, externe Firmen haben die Stadt beraten. Die Bedingung war klar: Wer die Stadt berät, darf später nicht an der Ausschreibung teilnehmen. Daraufhin sprang ein Unternehmen ab. Eine Kommunikationsfirma verfasste schließlich das Pflichtenheft für die Ausschreibung, zwölf Unternehmen holten sich die Unterlagen ab, aber nur eines gab ein Angebot ab. „Wir hätten gar nicht ausschreiben müssen, wegen mangelnder Vergleichbarkeit haben wir die Ausschreibung aufgehoben“, betont Thomas Pühringer von der Stadt. Was dann passierte, sorgt jetzt für Unmut: Gerade jenes Unternehmen, das im Auftrag der Stadt für die Ausschreibung verantwortlich war, bekam den Auftrag. Er wurde freihändig vergeben. Pühringer verteidigt diese Vorgangsweise, „für alles gibt es Stadtsenatsbeschlüsse“.

Christoph Holz fühlt sich hingegen ausgebootet. „Ich habe als Einziger ein Angebot abgegeben. Die Vorgangsweise der Stadt ist schon verwunderlich.“ (pn)