Ein klares Ja zur Wehrpflicht
Bei der Sitzung des Tiroler Kameradschaftsbundes wurde von den Rednern die Notwendigkeit des Heeres betont.
Von Brigitte Eberharter
Innsbruck –Zur Festpräsidiumssitzung hat der Tiroler Kameradschaftsbund in die Räumlichkeiten des Militärkommandos in Innsbruck eingeladen. LH Günther Platter und Ludwig Bieringer, Präsident des Österreichischen Kameradschaftsbundes, wurde das Ehrenkreuz in Gold verliehen. „Die zeitlosen Werte der Kameradschaft haben alle politischen Strömungen überlebt“, sagte Landespräsident Hermann Hotter. Er forderte, dass sich die Politik aktiver im Bestreben um die Sicherheit in Europa einbringen soll. Nach dem Motto „Gemeinsam statt einsam“ will der Kameradschaftsbund auch verstärkt gegen die Vereinsamung in der Gesellschaft ankämpfen. Bieringer betonte die Bedeutung der Wehrpflicht in Österreich: „Die Feuerwehrleute stehen im Berufsleben, die können bei einer Katastrophe nicht tagelang vom Betrieb wegbleiben.“ Ähnlich argumentierte Militärkommandant Herbert Bauer, denn das Bundesheer war im Jänner in Tirol massiv gefordert. Die enormen Schneefälle mit Talsperren im Oberland, die Jugendolympiade und das Hahnenkammrennen konnten nur Dank der Hilfe der Soldaten bewältigt werden. „Im Osten Österreichs hat man dafür aber wenig Verständnis und außer beim obersten Befehlshaber, Bundespräsident Heinz Fischer, wird es zum Teil auch wenig wertgeschätzt.“ In dieselbe Kerbe schlug auch LH Platter, der betonte, dass er die Diskussion nicht verstehe. Über 60 Prozent der Tiroler Bevölkerung, so eine Umfrage, ist für die Wehrpflicht. Die jungen Soldaten brauchen eine ordentliche und wertschätzende Beschäftigung im Grundwehrdienst und kein „Blumenzählen“ im Burgenland. AK-Präsident Erwin Zangerl erhielt von Hotter, der auch dem Schwarzen Kreuz vorsteht, das goldene Ehrenzeichen dieser Vereinigung überreicht. Auch er bekannte sich zur Wehrpflicht und er sieht die Problematik folgendermaßen: „Wenn ein Wehrdienstverweigerer an der Spitze des Heeres steht, dann kann das nicht gut gehen.“ Mit der Verdienstmedaille in Silber wurden für ihre Unterstützung Heinz Gstir, Obmann von Bio vom Berg, und Stefan Lindner, Obmann der Tirol Milch, geehrt.
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