Schwaz startet mit Beschwerde

Mit dem Heimspiel gegen Trofaiach startet Schwaz heute (18 Uhr) ins Aufstiegs-Play-off.

Von Alex Gruber

Schwaz –Nach dem Cuperfolg über Leoben und Einzug ins Final-Four-Turnier ist die Schwazer Handball-Welt nach Verpassen des Meister-Play-offs wieder einigermaßen heil. Auch die Erkrankung von Manuel Gierlinger für die heutige Auftakt-Partie erschüttert Coach Thomas Lintner nicht in seinen Grundfesten: „Grundsätzlich sind wir stark genug.“ Nachsatz: „Mit einem Fragezeichen.“

Das genannte Fragezeichen entpuppt sich als diffizile Angelegenheit. In einem Gentleman Agreement der zehn HLA-Vereine wird die Zahl an Nicht-Österreichern mit drei beschränkt. Wer einen vierten Legionär einsetzt, muss eine Pönale leisten. Es scheint zur Stunde aber fix, dass Zweitligist SC Ferlach im Aufstiegs-Play-off einen vierten für das Österreichische Nationalteam nicht-selektionierbaren Spieler zum Einsatz bringen wird und die von Ferlach bereits eingereichte Pönale von 3000,-/Saison sei vom Österreichischen Handballbund zurücküberwiesen worden. In dieser Causa reklamieren mit Schwaz, West Wien, Leoben und Bärnbach/Köflach jene vier Klubs, die aus der HLA kommend mit den vier Zweitliga-Vereinen Trofaiach, Kärnten, Gänserndorf und eben Ferlach um die vier Liga-Plätze in der HLA kämpfen.

„Keiner fühlt sich zuständig“, wiesen laut Lintner sowohl die Handball Liga Austria, im Beschwerdeschreiben als offizieller HLA-Bewerb ausgewiesen, als auch der Österreichische Handballbund die Zuständigkeit bislang von sich. Richtig interessant wird die Causa dann, wenn Ferlach oder auch ein anderes Team mit überschüssigen Legionären und ohne geleistete Strafzahlung einem anderen Klub den Platz wegschnappen. Deswegen ziehen die Vereinsvertreter von Bärnbach/Köflach, Leoben, West Wien und Schwaz in ihrem Schreiben sogar einen Austritt aus der HLA-Vereinigung ab der Saison 2012/2013 in Erwägung.

Vom Papierkrieg noch einmal zurück in die Halle: „Wir sind von uns überzeugt“, konzentriert sich Lintner mit seinen Teamspielern (Lassner, Aigner und Posch) heute ab 18 Uhr in der heimischen Osthalle wieder aufs Wesentliche und will die ersten zwei Zähler am Konto sehen.

Innsbruck: Handball Innsbruck Tirol führt die erste Runde im Meister-Play-off heute (19 Uhr) zum Tabellenführer nach Krems. „Die ersten drei Runden sind gleich extrem wichtig, wenn wir noch unter die ersten vier und ins Halbfinale kommen wollen“, unterstreicht HIT-Coach Stefan Öhler auf Platz sechs und ohne Bonuspunkte in der Jägerrolle die Bedeutung des Starts.