Natur

Bergwacht unter neuer Landesleitung

Elmar Ginther soll als neuer Landesleiter die Tiroler Bergwacht wieder in ruhige Gewässer bringen. Finanzielle Unstimmigkeiten sorgten letztens für Wirbel.

Innsbruck – Die zuletzt in Turbulenzen geratene Bergwacht steht seit Samstag unter neuer Führung. Nach dem Wirbel um finanzielle Unstimmigkeiten – die TT berichtete – soll nun Elmar Ginther als neuer Landesleiter wieder Ruhe in die Organisation bringen.

In der gestrigen Sitzung des Landesausschusses wurde Ginther mit großer Zustimmung der Bezirksleiter gewählt und setzte sich gegen seinen Gegenkandidaten Franz Schwenter (Bez. Kitzbühel) durch. Der Oberländer ist in der Landesführung kein Unbekannter und gilt als Hardliner. Ginther, im Zivilberuf Zentralbetriebsrat bei den ÖBB, war von 2004 bis 2011 Bezirksleiter in Imst sowie von 2006 bis 2009 stellvertretender Landesleiter. Zuletzt war er als Landesausbildungsreferent tätig.

In einer ersten Reaktion erklärte Ginther, „dass mit allen Gespräche geführt werden“ sollen. Hauptaufgabe für die Zukunft werde sein, die Missstände abzustellen und das Image in der Öffentlichkeit wiederherzustellen. „Es kann nicht sein, dass einige Wenige ihre Aufgaben nicht korrekt erfüllen und dafür eine ganze Organisation in Misskredit gebracht wird.“

Ginther kündigte an, gegen die „wenigen Funktionär“, die ihre Ämter nicht korrekt ausüben, entschieden vorzugehen. Weiters im Team: Peter König, zuletzt 2. Stellvertreter, wird künftig Geschäftsstellenleiter. Florian Tavella, der als 1. Stellvertreter ebenso zurückgetreten war, wird Referent für digitale Kommunkation. Ginthers künftiger 1. Stellvertreter wird Manfred Kahlen. Dieser setzte sich gegen Josef Egger (SZ) und Volker Ried (IL) durch. Die Nominierung von Ried, der als Ortsstellenleiter Zirl von der Behörde einst abgesetzt wurde, hatte im Vorfeld für Aufregung gesorgt. (TT, mw)