Eklat um Suares bei ManUtd-Erfolg, Henry verabschiedet sich mit Tor
Wayne Rooney erzielte beim 2:1-Erfolg gegen den Erzrivalen aus Liverpool beide Treffer für Manchester United.
Manchester - Titelverteidiger Manchester United hat am Samstag dank eines Doppelpacks von Wayne Rooney zumindest vorübergehend die Tabellenführung in der englischen Fußball-Premier-League übernommen. Der Stürmerstar erzielte beim 2:1-Sieg des Rekordmeisters im Prestigeduell mit Liverpool beide United-Tore (47., 50.). Der Meister führt damit vorerst einen Punkt vor dem Stadtrivalen Manchester City, der erst am Sonntag bei Aston Villa gastiert.
Im Mittelpunkt stand einmal mehr Liverpool-Stürmer Luis Suarez - allerdings nicht nur wegen seines Anschlusstreffers (80.). Der Uruguayer, der United-Verteidiger Patrice Evra im Hinspiel im Oktober rassistisch beleidigt haben soll und daher acht Spiele Sperre ausfasste, verweigerte dem Franzosen vor dem Spiel den obligatorischen Handschlag. Evra zog Suarez sichtlich aufgebracht am Arm, dieser ging jedoch wort- und grußlos an seinem Rivalen vorbei.
Rangeleien im United-Kabinengang
In der Pause, als Evra Suarez zur Rede stellen wollte, kam es laut Medienangaben im Kabinengang zu einer Rangelei. Im Spiel blieben unschöne Szenen dagegen weitgehend aus. Rooney traf erst nach einem Corner von Altstar Ryan Giggs und dann nach Fehler von Liverpool-Mittelfeldspieler Jay Spearing. Der 26-Jährige hält nun bereits bei 17 Ligatoren.
Der Anschlusstreffer von Suarez, der erstmals nach Ablauf seiner Acht-Spiele-Sperre von Beginn an spielte, kam zu spät. Den Fehler zuvor hatte ausgerechnet United-Verteidiger Rio Ferdinand begangen, der dem Uruguayer vor Spielbeginn ebenfalls den Handschlag verweigert hatte. Am Ende jubelte aber Evra vor seinen Heimfans - so, als ob United schon den Meistertitel geholt hätte.
ManUnited-Trainer Alex Ferguson zeigte sich nach dem Spiel erbost über den von Liverpool-Stürmer Luis Suarez verweigerten Handschlag. „Ich konnte es einfach nicht glauben, Suarez ist eine Schande für Liverpool“, meinte der 70-jährige Schotte. „Es war schrecklich, was er getan hat. Er sollte nie mehr für Liverpool spielen dürfen.“ Durch die Provokation hätte Suarez laut Ferguson eine ernsthafte Auseinandersetzung auslösen können.
Liverpool-Trainer Kenny Dalglish verteidigte seinen Schützling: „Es ist ziemlich daneben, Luis Suarez für alles verantwortlich zu machen, was hier und heute passiert ist.“ Die Liverpool-Spieler dagegen beklagten sich zudem über den übergebührlichen Jubel von Patrice Evra nach Spielende. Sie stuften das Verhalten des Franzosen als unsportlich ein.
Henry schießt „Gunners“ zum Sieg
Mit dem Siegtor in der 90. Minute hat Thierry Henry den FC Arsenal in seinem letzten Liga-Spiel in die Champions-League-Ränge geschossen. Der ausgeliehene Franzose, der in einer Woche wieder zurück zu den New York Red Bulls muss, erzielte am Samstag das 2:1 bei Arsenals Last-Minute-Sieg beim AFC Sunderland.
Die „Gunners“ profitierten von der gleichzeitigen Niederlage des Lokalrivalen Chelsea. Die „Blues“ verloren auwärts 0:2 gegen Everton. Trainer Andres Vilas Boas muss nun mehr denn je um seinen Job beim FC Chelsea zittern.
Tottenham bleibt hingegen weiterhin die beste Mannschaft aus der Hauptstadt. Die Hotspur sicherte mit einem 5:0-Kantersieg gegen Newcastle Platz drei in der Tabelle ab. (APA)
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