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„Eine der größten Stimmen auf Erden“

Die Nachricht erschüttert nicht nur die USA: Whitney Houston ist tot. Bei all den Rauschgift- und Alkoholproblemen hatten sich Freunde schon lange Sorgen um die Sängerin gemacht. Dennoch war die Todesnachricht ein Schock.

Los Angeles - Komponist und Musikproduzent Quincy Jones hat Whitney Houston als einzigartige Sängerin bezeichnet. „Sie war ein echtes Original“, sagte Jones am Samstag CNN, wenige Stunden nach dem Tod der 48-Jährigen. Sein Herz sei gebrochen, sagte der 78-Jährige. „Ich bedaure so sehr, dass ich nie mit ihr gearbeitet habe.“

US-Rekordtalkmaster Larry King hat Whitney Houston mit Judy Garland verglichen. „Wenn sie gesungen hat, hat sie nicht nur gesungen, sondern den Song auch wirklich gefühlt“, sagte King auf CNN - nur Minuten nach der Todesnachricht. „Da war sie wie Judy Garland.“

Larry King: „Sie hatte so viel Talent, Schönheit und Anmut“

„Als ich sie das erste Mal traf und sie zum Interview reinkam, dachte ich einfach nur ‚Wow!‘. Sie hatte so viel Talent, Schönheit und Anmut“, sagte King. Houston habe auch die Schauspielerei so geliebt. „Es ist so unwirklich, wenn Menschen so jung sterben. Das ist alles nur traurig, traurig, traurig.“

Garland war Schauspielerin und Sängerin und schon als Kinderstar berühmt. Die Mutter von Showstar Liza Minnelli starb 1969 mit 47 Jahren.

Der Bürgerrechtler Al Sharpton hat Whitney Houston als Ausnahmekünstlerin gewürdigt. „Sie brachte Musik auf ein ganz neues Niveau“, sagte Sharpton dem Sender CNN. „Sie war ein exzellenter Mensch, wirklich ein exzellenter Mensch.“

Der Prediger, der sich vor acht Jahren um die US-Präsidentschaft bewarb, nannte Houston eine bewundernswerte Erscheinung: „Sie hatte Ausstrahlung und hatte Schönheit. Und sie war eine der wenigen Frauen, die kein Make Up brauchen.“ Houston sei von der religiösen Gospelmusik gekommen und zur Königin der Popmusik geworden: “Sie hat den Song ‚I look to you‘ gesungen. Und das werden jetzt alle tun und zu ihr schauen.“

Mariah Carey: „Mein Herz ist gebrochen“

Popsängerin Mariah Carey hat sich erschüttert über den Tod ihrer Kollegin gezeigt. „Mein Herz ist gebrochen und ich weine nach dem schockierenden Tod meiner Freundin, der unvergleichlichen Ms. Whitney Houston“, twitterte sie in der Nacht zum Sonntag. „Mein tief empfundenes Beileid ihrer Familie und den Millionen Fans weltweit.“ Sie werde sie nie vergessen „als eine der größten Stimmen auf Erden“.

Katy Perry hat auf den Tod von Whitney Houston mit einer Liebeserklärung regiert. „Wir werden Dich immer lieben, Whitney“, schrieb sie am späten Samstagabend (Ortszeit) per Twitter über den Tod der 48-Jährigen. Sie sei am Boden zerstört. „Ruhe in Frieden“. Unmittelbar zuvor war ihre erste Reaktion per Twitter ein „Noooooooo“ gewesen, als wolle sie es nicht glauben.

„Ruhe in Frieden, Whitney“, twitterte Rapper Sean „Diddy“ Combs und Popsänger Justin Bieber schrieb über den Kurznachrichtendienst, er bete für Freunde und Familie der 48-Jährigen.

„Diddy“ Combs: „Das ist einer der traurigsten Tage überhaupt“

„Ich habe es gerade gehört. Das ist so verrückt“, schrieb der 17 Jahre alte Kanadier. „Eine der größten Stimmen aller Zeiten ist von uns gegangen. RIP.“ Das „RIP“ steht im Englischen für „Rest In Peace“, „Ruhe in Frieden“ und ist auch als Abkürzung keineswegs respektlos gemeint und sogar auf älteren Grabsteinen zu finden.

„Whitney Houston!!! O mein Gott“, twitterte „Diddy“ Combs. „Ich kann es nicht glauben. Das ist einer der traurigsten Tage überhaupt.“ Er fühle sich elend. Kurz vor der Todesnachricht hatte er noch per Twitter geschrieben: „Das Leben ist kürzer als Du denkst. Vergeude keine Zeit mit irgendwelchem Mist.“

Aretha Franklin: „Ich kann nicht darüber reden“

Soulsängerin Aretha Franklin hat sich erschüttert über den Tod ihrer Patentochter gezeigt. „Ich kann einfach nicht darüber reden. Das ist so überwältigend und unglaublich“, schrieb Franklin am späten Samstagabend (Ortszeit) per Twitter. „Ich konnte nicht glauben, was da im Fernsehen läuft.“

Franklin ist eng befreundet mit Houstons Mutter Cissy. „Mein Herz ist jetzt bei Cissy, (Whitney Houstons) Tochter Bobbi Kris, ihrer Familie und (Ex-Mann) Bobby.“

Rodney „Darkchild“ Jenkins, der Houstons Song „It‘s Not Right But It‘s Okay“ und ihr Duett mit George Michael, „If I Told You That“, produziert hat, bezeichnete die Sängerin als „eine der großartigsten Künstlerinnen, mit denen ich je gearbeitet habe“. Ihre Stimme sei beeindruckend und einzigartig gewesen, „aber vor allem war sie ein wunderschöner Mensch, sie hatte ein so liebevolles, schönes Gemüt“.

Präsident der die Grammys: „Ein Licht ist heute in unserer Musikbranche ausgegangen“

Neil Portnow, Präsident der die Grammys vergebenden Recording Academy, würdigte Houston als „eine der größten Popsängerinnen aller Zeiten“. „Ein Licht ist heute in unserer Musikbranche ausgegangen“, so Portnow zu Journalisten bei Clive Davis‘ Pre-Grammy-Party am Samstagabend (Ortszeit). „Es gibt nur eine Whitney Houston und wir werden sie schrecklich vermissen.“ Er habe zuletzt in den vergangenen sechs Monaten Kontakt mir ihr gehabt, „sie hat toll geklungen, toll ausgesehen, sie war voller Leben“.

Auch Penny Marshall, Regisseurin des Films „Rendezvous mit einem Engel“, in dem Houston 1996 an der Seite von Denzel Washington als Frau eines Priesters zu sehen war, war zur Party ins Beverly Hilton gekommen - ganz in schwarz gekleidet, wie der „Hollywood Reporter“ berichtet. Tränen zurückhaltend erzählte sie, sie habe die traurige Nachricht gehört, als sie gerade unter der Dusche stand. „Es ist erschütternd. Einfach erschütternd“, so Marshall zu Journalisten. „Ich kannte sie, ich habe mit ihr gearbeitet. Es war eine Freude, mit ihr zu arbeiten. Ich liebe sie sehr und ich vermisse sie.“