Harnik sogar dreifacher Torschütze bei Stuttgarter Schützenfest
Dem ÖFB-Teamstürmer wurde ein klares Eigentor von Herthas Kobiaschwili gutgeschrieben.
Stuttgart - Österreichs Fußball-Teamspieler Martin Harnik hat erstmals in seiner Karriere drei Tore in einem Match der deutschen Fußball-Bundesliga erzielt. Dem 24-jährigen Stürmer wurde nämlich auch der fünfte Treffer beim 5:0-(4:0)-Heimsieg am Samstagnachmittag über Hertha BSC offiziell gutgeschrieben, obwohl der georgische Hertha-Verteidiger Kobiaschwili als letzter Mann knapp vor dem neben ihm lauernden Harnik am Ball gewesen war, wie die Zeitlupe eindeutig bewies.
Bruno Labbadias Erziehungsmaßnahmen haben Harnik offenbar gut getan. Der Stuttgart-Trainer hatte den gebürtigen Hamburger zuletzt zweimal auf die Bank verbannt, weil er die laschen und lustlosen Auftritte seines Angreifers nicht länger dulden wollte. „Der Martin hat eine Pause und einen Tritt gebraucht“, begründete der ehemalige Torjäger seine Sanktion, den Stammspieler zum Joker zu degradieren. „Jetzt hat er drei Tore gemacht, weil er wieder über die Arbeit gekommen ist.“
Beim phasenweise begeisternden Schützenfest der Schwaben gegen allerdings desolate Berliner bot der von Beginn an spielende ÖFB-Legionär eine überragende Leistung. Drei Treffer waren ihm zuletzt in der Jugend geglückt. Zudem machte Harnik in der Scorerliste mit nunmehr zehn Toren und fünf Assists einen Riesensprung nach vorn.
„Martin hat das sehr, sehr gut gemacht“, lobte Labbadia seinen nun wieder spurenden Schüler. Der 24-Jährige gab diese verbale Streicheleinheit selbstlos an seine Kollegen weiter. „Wir haben uns in einen Rausch gespielt“, sagte Harnik, der den Erfolg nicht überbewertet wissen wollte. „Was dieser Sieg wert ist, wird sich erst in den nächsten Wochen zeigen. Hertha war nicht Bayern.“ (APA)
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