Nächste Wacker-Absage nur logisch

Nach der Verschiebung des Westschlagers gegen Salzburg droht dem FC Wacker Innsbruck im Eisschrank Tivoli am kommenden Samstag die nächste Absage. Zuschauer-Minusrekorde in Wien und Graz.

Von Wolfgang Müller

Innsbruck –Während in Wr. Neustadt, Wien und Graz die Kugel zum „Frühjahrs­auftakt“ der tipp3-Fußball-Bundesliga mehr schlecht als recht rollte, fror im Innsbrucker Tivolistadion der Rasen in aller Ruhe vor sich hin. Im südlichen Teil befindet sich das Naturgrün trotz seit Tagen laufender Rasenheizung unter einer weißen Decke immer noch im Winterschlaf. Die Absage des Westschlagers nach Vorkommissionierung von Ex-FIFA-Referee Konrad Plautz war somit gerechtfertigt. Womit das Problem nicht aus der Welt geschafft wurde, denn der nächste Ärger ist vorprogrammiert.

Auch dem zweiten Heimspiel des FC Wacker am Samstag gegen die Admira droht gleich die nächste Absage. „Weil sich an den Bedingungen ja nichts geändert hat. Die Ausgangslage ist somit die gleiche wie vor einer Woche. Zudem ist in den nächsten Tagen auch noch Schneefall angesagt“, schwant Wacker-Geschäftsführer Gerald Schwaninger Übles. Was man der Bundesliga bereits heute übermitteln will, um möglichst früh eine Entscheidung herbeizuführen. Denn Spiele bei diesen extremen Bedingungen mit aller Macht durchzuziehen, bringt in erster Linie beträchtliche wirtschaftliche Einbußen. Was auch die Wiener Austria und Meister Sturm Graz zur Kenntnis nehmen mussten.

Knapp doppelstellige Temperatur-Minusgrade bei Fußballspielen sorgen für ein stattliches Minus in der Kassa – eigentlich logisch. Also verzeichneten die Gastgeber Wiener Austria und Sturm bei den Samstag-Partien in Favoriten und Graz neue Saison-Minusrekorde. Bei den Steirern bedeuteten 4778 Zuschauer in der UPC-Arena sogar die schlechteste Liga-Marke seit über sechs Jahren. Am 3. Dezember 2005 besuchten nur 3991 Sturm-Fans die Partie gegen den FC Wacker. In der laufenden Spielzeit kickte Sturm in der zweiten Runde am 23. Juli gegen Mattersburg zu Hause vor 8423 Zuschauern. Gegen die Burgenländer waren es nun über dreieinhalbtausend weniger. Was einen stattlichen Verlust im sechsstelligen Bereich bedeutet.

Auch bei der Austria machten sich minus acht Grad auf den Rängen bemerkbar. 6250 Fans fanden den Weg gegen die Rieder in die Generali-­Arena. Dies war der schlechteste Besuch seit 18. April 2009, als zur Partie gegen Kapfenberg 6112 Fans gekommen waren. Bisherige Minusmarke in dieser Saison waren 7243 ebenfalls gegen Ried am 24. Juli. Dazu kommen Kosten für Rasenheizung und Schneeräumung, die sich auf 30.000 Euro belaufen.