Gesellschaft

Wieder Selbstverbrennungsversuch einer tibetischen Nonne

Aus Protest gegen die chinesische Herrschaft in Tibet hat sich nach Angaben der Organisation Free Tibet erneut ein Mensch selbst verbrannt.

Neu-Delhi - Wieder hat sich eine tibetische Nonne aus Protest gegen die chinesische Herrschaft selbst angezündet, wie Kathpress am Sonntag berichtet. Der Vorfall ereignete sich demnach am Samstag vor dem Kloster Dechen Chokorling in der Stadt Ngaba in der chinesischen Provinz Sichuan.

Die 18-Jährige soll nach Angaben der Organisation „Free Tibet“ überlebt haben. Chinesische Sicherheitskräfte hätten unmittelbar nach dem Vorfall das Kloster von der Außenwelt abgeriegelt. Laut „Free Tibet“ ist es bereits die 22. Selbstverbrennung von Tibetern seit März 2011 - elf davon starben - und die sechste innerhalb einer Woche. Diese Berichte sind schwer zu überprüfen, weil die kommunistische Führung in Peking die Region für ausländische Journalisten komplett gesperrt hat.

Die 18-Jährige ist laut „Free Tibet“ die zweite Nonne aus dem Kloster Dechen Chokorling, die durch ihre versuchte Selbstverbrennung gegen die chinesische Herrschaft und für die Rückkehr des Dalai Lama nach Tibet protestiert hat. Eine 20-jährige Mitschwester hatte sich im Oktober des Vorjahres selbst angezündet und war dabei gestorben. (APA)