Schreter: „Träumen darf man ja von einem Europacup-Startplatz“
Der Wacker-Stürmer schlug nach 13-monatiger Ladehemmung gegen Rapid gleich doppelt zu.
Innsbruck – Die österreichische Fußball-Bundesliga hat seit Sonntag noch einen Europacup-Anwärter mehr. Wacker Innsbruck hat mit dem 2:1 daheim gegen Rapid den einzigen vollen Erfolg der 27. Runde gefeiert und Anschluss an die obere Tabellenhälfte gefunden. „Das war ein Schlüsselspiel, denn bei einer Niederlage wäre die Verbindung zu den vorderen Plätzen abgerissen“, sagte Wackers Trainer Walter Kogler nach Abschluss des dritten Saison-Viertels.
Wacker nur vier Punkte hinter Rang drei
Die Innsbrucker liegen zwar nur auf Platz sieben, weisen aber lediglich vier Punkte Rückstand auf die drittplatzierte SV Ried auf. Den Sieg gegen den Rekordmeister hatten die Tiroler vor allem dem Blitzstart und Rapid-Spezialist Marcel Schreter zu verdanken. Nach fast 13 Monaten ohne Torerfolg schlug Schreter gegen die Rapidler innerhalb von neun Minuten per Halbvolley (2.) und Freistoß (11.) gleich zweimal sehenswert zu.
Für Schreter war es schon der zweite Doppelpack gegen seinen Lieblingsgegner, dieses Kunststück war ihm gegen Rapid auch beim 4:0 am 18. Juli 2010 gelungen. Beim 3:3 am 11. Dezember 2010 in Hütteldorf trug sich Schreter ein weiteres Mal in die Torschützenliste ein. Auch der 30-Jährige schielt nun in der Tabelle nach oben: „Träumen darf man ja von einem Europacup-Startplatz. In dieser Liga ist alles möglich.“
Letzter Tiroler Europacup-Auftritt vor elf Jahren
Das bis dato letzte Innsbrucker Europacup-Gastspiel ist mehr als ein Jahrzehnt her. In der Saison 2001/02 scheiterte der FC Tirol, mit Walter Kogler in der Verteidigung, in der Champions-League-Qualifikation an Lok Moskau und danach im UEFA-Cup an Fiorentina. Bis zum Comeback auf der europäischen Bühne ist es allerdings noch ein weiter Weg, am Samstag daheim gegen Fast-Absteiger Kapfenberg ist ein Sieg Pflicht.
Schöttel ärgert sich über Pleite
Rapid steht nach der zweiten Niederlage in den jüngsten 17 Runden mit drei Punkten Rückstand auf Tabellenführer Salzburg da. „Diese Niederlage war absolut unnötig“, ärgerte sich Trainer Peter Schöttel vor allem über die verschlafene Anfangsphase. Sein Team vergab einmal mehr zahlreiche gute Chancen - nur Atdhe Nuhiu traf - und hält nach acht Frühjahrspartien erst bei sieben Treffern.
Auch die Verletzungen von Thomas Prager (Knie) und Markus Katzer (Muskelblessur im Oberschenkel) verbesserten die Laune von Schöttel nicht, zudem ist Harald Pichler am Samstag auswärts gegen die Admira gesperrt. (APA)
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