Standort Tirol

Seilbahnen: Umsatz trotz Wetter stabil

Mit 570 Mio. Euro Umsatz soll Tirol an die Vorjahreszahlen anschließen, zu Ostern wird noch einmal mit vielen Gästen gerechnet.

Innsbruck –Trotz der Wetter­kapriolen im vergangenen Winter werde die Seilbahnwirtschaft 2012 den Vorjahresumsatz von 1,2 Milliarden Euro erreichen, ist sich Franz Hörl, Obmann des Fachverbandes der Seilbahnen Österreichs in der Wirtschaftskammer Öster­reich (WKÖ), sicher. „Der Trend geht eindeutig in diese­ Richtung. Der Großteil der Unternehmen wird die Zahlen der vergangenen Saison halten­ können.“ Da die Seilbahnen in höhergelegenen Gebieten erst Mitte April zusperren und noch sehr viel Schnee auf den Pisten ist, erwartet Hörl zu Ostern noch viele Gäste. In Tirol soll ein Gesamtumsatz von rund 570 Millionen Euro erwirtschaftet werden.

Zu Saisonbeginn litten viele­ Skigebiete mit Ausnahme der Gletscherregionen unter Schneemangel. Durch Investitionen in Beschneiungs­anlagen – schon 2010 wurde um 153 Millionen Euro aufgerüstet­ – konnte die Vorsaison aber gerettet werden, erklärt Hörl: „Im Gegensatz zur Schweiz, die derzeit etwa­ 40 Prozent beschneit, sind in Österreich 70 Prozent aller Pisten­ schneesicher­.“

Ab Dezember habe man vor allem mit der wechselnden Wetterlage zu kämpfen gehabt. „Zu Weihnachten haben sich bei uns in der Zillertal­arena aufgrund der Wetterkapriolen Rekordtage und Schließungstage­ die Hand gegeben“, erklärt Hörl. Die enormen Schneemengen, Rekordkälte und Wind hätten auch zu Umsatzeinbußen geführt, da die Skigebiete zu Wartungszwecken tageweise zugesperrt werden mussten. (cs)