Die Quadratur der Museumstraße
Öffi-Achse, Radfahr-Durchzugsroute, Fußgänger-Hotspot – die Museumstraße ist eine der verkehrstechnischen Pulsadern Innsbrucks. Sie muss saniert und umgebaut werden. Nur wie?
Von Manfred Mitterwachauer
Innsbruck –Die Achse ist in die Jahre gekommen. Nicht nur, dass die Gehsteige entlang des Marktgrabens, Burggrabens und Museumstraße letztmalig in den Jahren 1994 und 1995 neu gestaltet wurden. Die damals verlegten Beton- und Natursteinplatten sind laut der Abteilung Tiefbau im Innsbrucker Magistrat nahezu auf der gesamten Länge „sanierungsbedürftig“. Aber auch die durch die öffentlichen Verkehrsmittel beanspruchte Fahrbahn weist bereits tiefe Spurrillen auf, die für Radfahrer mitunter ein Sicherheitsrisiko darstellen.
Darüber hinaus sind die vier Haltestellen der Museumstraße nicht barrierefrei. Der Niveauunterschied zwischen Fahrbahn und (Straßenbahn-)Einstieg ist zu hoch. Bereits im September 2010 hat der Senat das Tiefbauamt beauftragt, sich bezüglich eines behindertengerechten Umbaus der Haltestellen Gedanken zu machen. Erst nach Klärung dieser Frage könne die Sanierung der Gehsteige angegangen werden. Für die Planer glich dies schier der Quadratur eines Kreises. Insbesondere hakte es am Radfahrstreifen.
Morgen liegt dem Senat jedoch ein Lösungsansatz vor. Demnach soll der Radfahrstreifen bleiben, wie er ist. Im Haltestellenbereich soll er aber auf das (neue) behindertengerechte Einstiegsniveau angehoben werden. Gehsteige und Fahrbahn sollen im Anschluss saniert werden. In Summe rechnet man mit einem Volumen von 1,6 Mio. €.
BM Christine Oppitz-Plörer will indes noch einmal von den IVB hinterfragt wissen, ob nicht eine Zusammenlegung der vier Haltestellen auf nur zwei direkt vor dem Landesmuseum für alle Verkehrsteilnehmer zielführender sei.
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