Protestaktion für billigeres Taxifahren
100 Leisacher Senioren unterzeichneten eine Protestnote, weil die Gemeinde bei den Taxigutscheinen spart.
Von Catharina Oblasser
Leisach –Nur drei Euro statt fünf oder sechs Euro mussten Seniorinnen und Senioren aus Leisach bisher zahlen, wenn sie mit dem Taxi zum Arzt, zu einer Behörde oder ins Krankenhaus nach Lienz fahren wollten. Wer über 65 Jahre war oder eine körperliche Behinderung hatte, konnte die Taxigutscheine bei der Gemeinde beantragen, maximal 60 Bons gab es pro Jahr.
Seit Jahresbeginn ist das anders, beklagt sich Peter Kalser, Obmann der Leisacher Pensionisten. „Jetzt dürfen nur mehr Personen, die von der Rezeptgebühr befreit sind, die Gutscheine anfordern. Über den Daumen gepeilt, sind das etwa 15 Leisacherinnen und Leisacher.“ In den Jahren 2007 bis 2011 habe die Gemeinde jährlich etwa 45 Personen in ihrer Mobilität unterstützt und dafür 3200 Euro ausgegeben. „Das können wir uns bestimmt auch weiterhin leisten. Leisach ist ja keine arme Gemeinde.“ Kalser verlangt im Namen seiner Altersgenossen, dass die Gemeinde die Verschärfung wieder rückgängig macht. Bis jetzt hätten schon 100 Pensionisten für die Wiedereinführung der ursprünglichen Aktion unterschrieben. Am Donnerstag will Kalser dem Bürgermeister Dietmar Zant die Liste überreichen.
Zant weiß Bescheid über den Unmut der Pensionisten: „Ich habe mir da schon einiges anhören müssen. Die Senioren sind ziemlich aufgebracht.“ Der Gemeinderat habe die Richtlinien deshalb geändert, weil die Unterstützung dadurch mehr soziale Treffsicherheit bekommen sollte, so der Bürgermeister. „Ich war zuerst auch dafür, bin dann aber draufgekommen, das wirklich nur mehr sehr wenige Personen davon etwas haben.“ Sobald er die Unterschriftenliste bekommen habe, werde er sie dem Gemeindevorstand vorlegen. „Versprechen kann ich aber nichts“, so Zant.
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