Tiroler Sparkasse: EGT brach 2011 um ein Viertel ein
Das Jahr 2011 habe „extrem gut“ angefangen, sei dann aber nach dem Sommer eingebrochen, argumentierte Vorstand Karl Obernosterer.
Innsbruck - Die zum Erste-Konzern gehörende Tiroler Sparkasse (Tispa) hat mit 6,46 Mio. Euro beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) 2011 ein Viertel gegenüber dem Vorjahr eingebüßt (2010: 8,62 Mio. Euro, Rechnungslegung erfolgte nach internationalen IFRS-Vorschriften, Anm.). Dividende werde es nach 3 Mio. Euro im Vorjahr heuer keine geben, berichtete der Vorstand bei einer Pressekonferenz am Dienstag in Innsbruck.
Das Jahr 2011 habe „extrem gut“ angefangen, sei dann aber nach dem Sommer eingebrochen, argumentierte Vorstand Karl Obernosterer. Neben Liquiditätsengpässen und Verteureungen am Interbankenmarkt habe der Rückgang des Zinsniveaus durch Interventionen der EZB und das durch die Börsensituation erlahmte Wertpapiergeschäft dem Institut zu schaffen gemacht. Die Sparkasse wolle aber ihre Strategie einer verstärkten Konzentration auf das regionale Kerngeschäft beibehalten. „Das kostet aber Ertrag“, betonte Obernosterer.
Der Jahresüberschuss nach Steuern sei um 4,3 Prozent von 6,41 auf 6,13 Mio. Euro gesunken. Die „gesunde“ Kernkapitalquote sei weiter gestiegen und liege bei 13,24 Prozent, die Eigenmittelquote bei 14,14 Prozent. Für faule Kredite wurden 9,41 Mio. Euro auf die Seite geschafft. Die Vorsorgen dürften nach derzeitigem Stand in den folgenden Jahren angehoben werden, erklärte Vorstand Wolfgang Hechenberger.
Die Bilanzsumme stieg um 2,6 Prozent auf 4,303 Mrd. Euro. „Erfreulich“ sei, dass man einen Netto-Kundenzuwachs von 3,1 Prozent auf 131.377 verzeichnen habe können. Auch bei den Einlagen habe es „deutliche“ Zuwächse gegeben. Die für eine Regionalbank bedeutsamen Primärmittel (Kundeneinlagen und eigene Sparkassen-Ableihen, Anm.) stiegen um 5,1 Prozent auf 2,19 Mrd. Euro. Trotz gedämpfter Nachfrage wurde im Kreditgeschäft laut Vorstand eine Steigerung um 2,2 Prozent auf 2,75 Mrd. Euro erzielt werden.
Der Betriebsaufwand stieg „moderat“ um 1,5 Prozent auf 64,13 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis sank um 18,6 Prozent auf 30,02 Mio. Euro (2010: 36,86 Mio. Euro). Für 2012 will das Institut den eingeschlagenen und „bewährten“ Weg als regionaler Bankenpartner fortsetzen. Die Tiroler Sparkasse stehe „dank starker Kapitalausstattung und guter Liquiditätsbasis auf einem sichern Fundament“. (APA)
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