Mayrhofen: Kaum Platz für Kinder

21 Kinder stehen derzeit auf der Warteliste für einen Kindergartenplatz in Mayrhofen. Die Politik sucht nach Lösungen.

Von Angela Dähling

Mayrhofen –Während der Tourismus in Mayrhofen floriert, sind die Anliegen der Familien in der Zillertalgemeinde ins Hintertreffen geraten. Das weiß Roman Eberharter, Obmann des Ausschusses für Schule, Kindergarten und Familie nur zu gut. „Es ist in diesem Bereich einiges versäumt worden“, räumt der Kommunalpolitiker ein und nimmt sich auch selbst bei der Nase. „Ich glaube, dass auch ich einiges falsch und zu kompliziert angegangen bin. Aber als Politiker sollte man aus Fehlern lernen und es besser machen.“ Vor allem an der Kommunikation zwischen Politik, Eltern, Schuldirektoren und Kindergartenleitung habe es gehapert. Das soll jetzt anders werden, kündigt Eberharter an.

Ein Problem, das dringend gelöst werden muss, ist der Mangel an Kindergartenplätzen. Dass 2009 und 2010 besonders geburtenstarke Jahrgänge mit jeweils 45 Kindern waren, wird für die Gemeinde jetzt zur Herausforderung. Denn für 21 von ihnen gibt es nach derzeitigem Stand im Herbst keinen Kindergartenplatz. „Betroffen sind alle Kinder, die zwischen März und Juli 2009 geboren wurden“, sagt Eberharter, der aber verspricht: „Alle werden einen Betreuungsplatz bekommen.“ Die Frage sei, ob eine fünfte Kindergartengruppe entstehen wird oder ob bei der privat geführten Kinderbetreuungseinrichtung „Hopp Hopp“ eine zweite Gruppe hinzukommt.

Ganz anders die Situation in der Volksschule. Hier sah es lange danach aus, dass in dem um viele Millionen Euro errichteten neuen Schulgebäude ab Herbst nur noch eine Taferlklasse zustande kommt, da es in Mayrhofen weniger als 25 Erstklässler gab. Dank Zuzug habe das Problem zum Glück gelöst werden können. Eberharter: „Wir haben jetzt 28 Anmeldungen, so dass die Klasse geteilt wird.“

Die Probleme im Bereich der Kinderbetreuung und der Mangel an leistbaren Wohnraum für Familien in Mayrhofen werden beim TT-Forum am 4. April in Mayrhofen zum Thema gemacht. Die Diskussion im Europahaus beginnt um 19.30 Uhr.