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Mehr Mädchen in Hungerzeit

New York – In Hungerphasen bringen Frauen häufiger Mädchen zur Welt. Das zeigt eine US-Studie. Die amerikanischen Forscher hatten die Daten ...

New York –In Hungerphasen bringen Frauen häufiger Mädchen zur Welt. Das zeigt eine US-Studie. Die amerikanischen Forscher hatten die Daten der Neugeborenen analysiert, die während und nach der großen Hungersnot in China zwischen 1959 und 1961 zur Welt kamen. Vorherige Studien zu den Auswirkungen anderer Hungersnöte hatten ein ähnliches Ergebnis geliefert: In schlechten Zeiten werden mehr Mädchen geboren. Warum das so ist, wissen die Forscher nicht. Es gibt die Theorie, dass weibliche Ungeborene „anspruchsloser“ sind.

Shige Song aus New York analysierte Daten einer nationalen Erhebung, bei der 1982 mehr als 310.000 chinesische Frauen zwischen 15 und 67 Jahren zu ihren Schwangerschaften befragt worden waren. Song entdeckte einen abrupten Rückgang männlicher Babys von April 1960 an. Im Oktober 1963 kam es wiederum zu einem schnellen Anstieg der Zahl neugeborener Buben. (APA, dpa)