Fenster können für Kleinkinder gefährlich sein
Wien – Am vergangenen Sonntag stürzte ein dreijähriger Bub im Pongau (Salzburg) von einer Terrasse und verletzte sich dabei schwer. „Schon e...
Wien –Am vergangenen Sonntag stürzte ein dreijähriger Bub im Pongau (Salzburg) von einer Terrasse und verletzte sich dabei schwer. „Schon ein Sturz aus dem Erdgeschoß kann zu lebensgefährlichen Wirbelsäulen- und Schädelverletzungen führen“, erläutert Klaus Robatsch, Leiter der Präventionsabteilung im Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV).
Besonders gefährdet sind Kinder zwischen zwei und vier Jahren, da in diesem Alter die Schnelligkeit und Geschicklichkeit der Kinder stark zunehmen, von den Eltern aber oft unterschätzt werden. Schon ein kurzer Moment der Unachtsamkeit genügt für ein Kind, um unbemerkt auf das Fensterbrett oder den Balkon zu klettern. „Sind Kleinkinder im Haushalt, sollte das Fenster mit Fenstersperren versehen sein. Am besten geeignet sind Sperren, die bereits in den Fenstergriff integriert sind und mit einem Schlüssel geöffnet werden müssen“, erklärt Robatsch.
Das KFV empfiehlt auch den nachträglichen Einbau von Kindersicherungen bei Fenstern: Bei der Montage wird eine Schiene am Fensterrahmen angebracht, in die am Fensterflügel montierte Haken oder Ketten einrasten. Fenstersicherungen sollten verschraubt und am oberen Ende der Fenster – also außerhalb der Reichweite von Kindern – montiert werden. Diese gesicherten Fenster können dann nicht weiter als zehn Zentimeter geöffnet werden. „Lassen Sie Ihr Kind, wenn Sie einen Raum lüften, nie unbeaufsichtigt in diesem Zimmer. Die beste Sicherung nützt nichts, wenn das Fenster geöffnet ist“, appelliert Robatsch trotzdem an die Eltern.
Kinder sind sehr neugierig, wollen wissen, was außerhalb der Wohnung passiert. Um an das Fenster zu kommen, werden Tische, Sessel, Kisten und Ähnliches als Kletterhilfe benutzt. Besonders im Bereich von Fenstern und Balkonen sollte darauf geachtet werden, ob Kleinmöbel als Aufstiegshilfe dienen könnten. „Auch wenn Eltern ihren Kindern nicht zutrauen, bestimmte Gegenstände zu verschieben und hinaufzuklettern: Um an das Ziel zu kommen, verfügen schon die Kleinsten über ausreichend Kraft“, warnt Robatsch. (TT)
Kommentare