Ansturm auf Aldranser Haus des Kindes

Von Thomas Buchner...

Von Thomas Buchner

Aldrans –Noch ist das Kindergartenjahr in vollem Gange, aber in Aldrans denkt man schon an den kommenden Herbst. Muss man auch, denn die zahlreichen Anmeldungen der Kinder aus Aldrans lassen das Haus des Kindes für das nächste Jahr zu klein werden. Konkret geht es um zehn Kindergartenkinder und sechs Kinderkrippenkinder. Für diese wäre nach derzeitigem Stand kein Betreuungsplatz mehr frei.

Im Aldranser Gemeinderat wurden kürzlich die Möglichkeiten erörtert, um die Betreuung für alle Aldranser Kinder zu gewährleisten. Die Lösung: Die Trennwand zwischen Medienraum und Schlafraum soll einer Schiebetür weichen, dadurch wird ein neuer Gruppenraum für die 16 Kinder entstehen. Weil die Kleinen in einem unterschiedlichen Alter sind, werden sie in einer so genannten alterserweiterten Gruppe geführt. „Baulich ist das kein großer Aufwand, eine Kostenschätzung gibt es allerdings noch nicht“, erklärt GR Christine Allmayer-Flögel. Ein Ausweichen in das Gemeindehaus sei für die Kinder und auch die Betreuerinnen „nicht zumutbar.“

Der größere finanzielle Aufwand wird die Einstellung einer zusätzlichen Kindergartenpädagogin und möglicherweise einer Assistentin sein. Ob man den Bedarf nicht im Vorhinein abschätzen hätte können, will GR Andreas Vollstuber wissen. „Es wird immer Schwankungen im Betreuungsbedarf geben“, entgegnet GR Birgit Eder, die es auch für sinnvoll erachtet, den neu geschaffenen Gruppenraum als Reserveraum zu erhalten – auch wenn wieder einmal weniger Eltern ihre Kinder im Haus des Kindes anmelden sollten.

Eine Neuerung gibt es jetzt schon im Haus des Kindes: Seit Anfang März führt die vormalige Leiterin des Innsbrucker Eltern-Kind-Zentrums Karolin Schatz als pädagogische Leiterin die Aldranser Kindereinrichtung. Als eine ihrer Hauptaufgaben sieht sie es, die nötigen Strukturen zu schaffen, damit das Haus des Kindes auch so genützt werden kann, wie es geplant war. Nämlich so, dass die freien Flächen von Kindern verschiedener Gruppen genützt werden können. „Meine Vision ist, dass alle Räume von allen Kindern genützt werden können“, kündigt Schatz ihre Zukunftspläne an.