Gesellschaft

Sicherheitsrat besorgt über Lage zwischen Sudan und Südsudan

UNO-Gremium ruft zu „maximaler Zurückhaltung“ auf - Afrikanische Union will neue Gespräche vermitteln.

Khartoum/Juba - Der UNO-Sicherheitsrat hat sich am Dienstag tief besorgt über die jüngsten Zusammenstöße im Grenzgebiet zwischen dem Sudan und dem Südsudan gezeigt. Die beiden bis zum vergangenen Jahr vereinten Staaten seien zu „maximaler Zurückhaltung“ und einem friedlichen Dialog zur die Lösung des Konflikts aufgerufen, hieß es in einer Erklärung der 15 Mitgliedsstaaten des Gremiums in New York. Die Gewalt drohe, den Konflikt zwischen den beiden Staaten wiederzubeleben.

Der Sudan hat nach südsudanesischen Angaben Ziele in der ölreichen Grenzregion bombardiert. Flugzeuge des Nordens warfen demnach am Dienstag über dem südsudanesischen Gliedstaat Unity zwei Bomben ab. „Unsere Streitkräfte sind bereit, jeden Zoll unserer territorialen Integrität gegen Attacken oder Akten der Aggression der Regierung des Südsudan und Rebellenbewegungen zu verteidigen“, sagte der sudanesischen UNO-Botschafter, Daffa-Alla Elhag Ali Osman, am Rande des Sicherheitsratstreffens. Der Appell des Sicherheitsrates sei nicht so stark formuliert, wie seine Regierung es wünsche, aber er hoffe, der Südsudan „kommt dadurch zu Sinnen und respektiert den Pfad des Friedens“.

Auch die Afrikanische Union warnte vor Gewaltakten. Militärische Mittel würden „keine langfristige Antwort auf bilaterale Probleme“ bieten, erklärte der AU-Kommissionsvorsitzende Jean Ping in einer Aussendung am Dienstag. Er rufe die Regierungen der beiden Staaten dazu auf, erneut unter Vermittlung der Afrikanischen Union zu Gesprächen zusammenzukommen. Auch UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon hatte sich zuvor besorgt über die neue Konfrontation gezeigt. (APA/Reuters)