Weltpolitik

Erdogan zu zweitägigem Besuch in Iran eingetroffen

Im Mittelpunkt der Gespräche mit Irans Präsidenten Ahmadinejad dürften der Atomstreit und die Lage in Syrien sowie im Irak stehen.

Der türkische Ministerpräsident Erdogan ist am Mittwoch zu einem zweitägigen Besuch in Teheran eingetroffen. Im Mittelpunkt der Gespräche mit Irans Präsidenten Ahmadinejad dürften der Atomstreit und die Lage in Syrien sowie im Irak stehen. Erdogan kam mit mehreren seiner Minister aus der südkoreanischen Hauptstadt Seoul, wo er zuvor am Weltgipfel zur atomaren Sicherheit teilgenommen hatte.

Neben der Syrien-Krise und den stark abgekühlten zwischenstaatlichen Beziehungen dürfte das umstrittene iranische Atomprogramm das wichtigste Thema der Gespräche sein. Die Türkei hat versucht, den Iran von einem als verhängnisvoll empfundenen Weg der Konfrontation mit dem Westen abzubringen, und bot zuletzt an, als Ort für die nächste Runde der Verhandlungen zwischen dem Iran und den fünf UNO-Vetomächten sowie Deutschland zur Verfügung zu stehen. Die letzte Runde der Gespräche war im Jänner 2011 in Istanbul gescheitert.

Erdogans Regierung hat mit dem syrischen Staatschef Assad radikal gebrochen, der vom Iran massiv unterstützt wird. Auch der im Irak vor sich gehende Machtkampf zwischen Sunniten und Schiiten reißt die Gräben zwischen Ankara und Teheran auf. Die schiitisch dominierte irakische Regierung von Premier Maliki unterhält enge Beziehungen zum Iran.