Grünes Licht für Weiterbau

Der Kitzbüheler Gemeinderat beschloss einen neuen Bebauungsplan. Der Bauherr muss Gebäudeteile zurückbauen.

Von Johanna Monitzer

Kitzbühel –Auf der MPreis-Baustelle in Kitzbühel wird seit Kurzem wieder fleißig gearbeitet. Nachdem die Stadt die Bauarbeiten aufgrund von Abweichungen vom Bauplan vor Weihnachten einstellte, die TT berichtete, gab der Gemeinderat nun grünes Licht für die Fortsetzung.

Der neue Bebauungsplan wurde mit 14:5 Stimmen bei der vergangenen Sitzung abgesegnet. Außerdem müssen gewisse Gebäudeteile zurückgebaut werden. So muss der Lebensmittelkonzern etwa Wände versetzen, um die festgelegte Nutzungsfläche einzuhalten. „Im neuen Bebauungsplan haben wir nun das bewilligt, was bewilligbar war. Hätte der Planer das von Anfang an so eingereicht, dann hätten wir es auch genehmigen müssen“, erklärt Bürgermeister Klaus Winkler.

Winkler betont aber auch, dass die Firma MPreis gegen einen rechtskräftigen Baubescheid verstoßen hat. „Die Bezirkshauptmannschaft hat hier bereits Verwaltungsstrafen ausgesprochen“, so Winkler. Die Stadt Kitzbühel selbst will keine Sanktionen gegen den Bauherren vornehmen. Lediglich die Subventionierung der Anschlussgebühren seitens der Stadtgemeinde wird MPreis verwehrt. „Andere Strafen seitens der Stadt führen zu einer schiefe Optik. Keiner soll sich freikaufen können“, sagt der Stadtchef.

Kritische Stimmen zum Beschluss gab es vor allem seitens der SPÖ und von GR Thomas Nothegger (JUK). „Es darf nicht sein, dass jeder so bauen kann, wie er will“, so SPÖ-GR Walter Zimmermann und GR Thomas Nothegger.

MPreis-Unternehmenssprecherin Ingrid Heinz betont, dass die Geschäftsführung im besten Einvernehmen mit der Stadtführung sei. „Die geforderten Rückbauten sind bereits alle erfolgt“, berichtet Heinz. Laut ihren letzten Informationen wollen die Textilkette C & A und der Schuhmarkt Deichmann im Mai ihre Geschäfte eröffnen.

Der Supermarkt hat bereits vor Weihnachten eröffnet. Auch der Drogeriemarkt Bipa eröffnete vor Kurzem seine Filiale.