Verein will Ortskern neu beleben

Vor 25 Jahren wurde der Museumsverein Vils gegründet. Jetzt wurde gefeiert – mit Neo-Ehrenmitglied Dorli Schretter.

Von Laura Schrettl

Vils –Der noch-immer-Obmann des Museumsvereins Vils, Reinhold Schrettl, konnte zur 25-Jahr-Feier des Vereins im Kulturhaus viele Gäste begrüßen. Fotos dokumentierten die Entstehung des Vereins. Unter anderem wurde 1982 das Stadtlibell von 1594 am Dachboden der Alten Volksschule gefunden und 1983 das Schmolzerhaus geräumt. Der erste Museumsvorstand wurde am 5. Juni 1987 gewählt – mit Obmann Reinhold Schrettl, Stellvertreter Gerhard Krug, Schriftführerin Anna Keller und Kassier Klaus Auderer. Schon ein Jahr später stellte die Stadtgemeinde Vils zwei Räume im „Schlössle“, dem ehemaligen Amtshaus der Hohenegger, zur Verfügung. In Eigenregie begann der Verein mit dem Umbau. Aber nicht nur in die Adaptierung des Hauses wurde viel Geld investiert. Der Verein erwarb zahlreiche Exponate und half bei der Finanzierung einiger wissenschaftlicher Bücher. So unterstützte er auch die Druckkosten für das Buch über die alten Noten-Handschriften der Pfarre und der Musikkapelle Vils von Hildegard Herrmann-Schneider. 1993 wurde das Museum erstmals eröffnet, 2010 erneut umgebaut. Seit 2002 gibt es dort einen GEO-Raum. Zwischenzeitlich war der Verein von 2005 bis 2009 auf der Burg Vilsegg fleißig am Werk.

Als Höhepunkt der Festveranstaltung wurde Dorothea (Dorli) Schretter zum Ehren­mitglied ernannt. Sie war Gründungsmitglied des Ruinenvereins und fertigte eine Chronik über die Sanierungsarbeiten der Burg an. Über zehn Jahre war Dorli Schretter Mitarbeiterin im Chronistenteam. Sie arbeitete beim Vilser Pfarrbuch und beim Bezirksbuch mit. Als Mitglied der ersten Stunde und als eine der besten Kennerinnen der Vilser Geschichte war sie jahrzehntelang Beirat im Museumsverein.

Abschließend gab Obmann Reinhold Schrettl noch einen Einblick ins Kulturprogramm 2012: Floh-, Kunst-, Antik- und Genussmarkt, Ausflüge, Ausstellungen und Konzerte stehen am Programm. Der Schwerpunkt liegt auf der Ortskernrevitalisierung in Zusammenarbeit mit der Gemeinde und die Sanierung der alten Hammerschmiede.