Gesellschaft

Afrikanische Union will Ende der Gewalt im Sudan

Offenbar gab es weitere Luftangriffe auf sudanesischer Truppen im Süden.

Addis Abeba – Nach den Vereinten Nationen und den USA hat auch die Afrikanische Union (AU) die Einstellung der Kämpfe an der Grenze des Sudans zum Südsudan gefordert. Streitigkeiten über den Grenzverlauf zwischen beiden Ländern müssten „mit friedlichen Mitteln“ beigelegt werden, erklärte AU-Kommissionspräsident Jean Ping am Mittwoch. Die Truppen beider Staaten sollten sich auf jeder Seite der Grenze umgehend um zehn Kilometer zurückziehen.

Am Dienstag gab US-Außenministerin Hillary Clinton dem Sudan die Verantwortung für die neue „unverhältnismäßige Gewalt“ und forderte deren Einstellung. Ähnlich äußerte sich der UNO-Sicherheitsrat. Der Sudan bombardiert seit Montag Ziele in der ölreichen Grenzregion.

Die Luftangriffe hielten nach südsudanesischen Angaben auch in der Nacht auf Mittwoch weiter an. Kämpfe am Boden gab es demnach jedoch nicht mehr. Der Sudan hatte angegeben, auf einen Angriff des Südens auf ein sudanesisches Ölfeld reagiert zu haben. Dort ist die Lage nach sudanesischen Angaben inzwischen wieder ruhig.

Das Verhältnis beider Staaten ist seit der Unabhängigkeit des Südsudans im Juli 2011 angespannt. Dieser war ein zwei Jahrzehnte langer Bürgerkrieg zwischen sudanesischen Truppen des muslimischen Nordens und Kämpfern aus dem christlichen Süden vorausgegangen. In dem Krieg starben etwa zwei Millionen Menschen. (APA/AFP)