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AUA ringt um Kollektivverträge

Wien, Innsbruck – Bei der AUA und den Betriebsräten gehen die Verhandlungen über neue Kollektivverträge (KV) weiter. Die Betriebsräte des fl...

Wien, Innsbruck –Bei der AUA und den Betriebsräten gehen die Verhandlungen über neue Kollektivverträge (KV) weiter. Die Betriebsräte des fliegenden Personals von Tyrolean und AUA haben sich darauf verständigt, einen gemeinsamen KV anzustreben. Geht es nach AUA-Boss Jaan Albrecht, muss ein Konzern-KV auf den Eckpunkten des Tyrolean-KV basieren – was für die Personalvertreter aber wiederum nicht in Frage kommt. Bislang hat einzig das AUA-Bodenpersonal eingelenkt und angeboten, vorerst auf Gehaltserhöhungen zu verzichten.

Bei der KV-Zusammenführung müssen nicht nur unterschiedliche Entlohnungs-, Pensions- und Arbeitszeitmodelle zusammengeführt werden (siehe Grafik), auch eine Einigung über ein gemeinsames Aufnahmeverfahren ist notwendig. Bei der AUA werden Piloten und Flugbegleiter am Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR) in Hamburg selektiert. Bei der Tyrolean gibt es ein an die Swissair angelehntes Auswahlverfahren, zusammengestellt von dem Innsbrucker Psychologen Rudolf Morawetz.

Doch die Zeit drängt. Die 140 Mio. Euro von der Lufthansa fließen nur, wenn die AUA ihre Hausaufgaben bis 5. April auf Schiene hat. Dass die Tyrolean mit 1. Juli den AUA-Flugbetrieb übernimmt, gilt derzeit als wahrscheinlichster Sparkurs. (bea)