Zwei UNO-Mitarbeiter im Südwesten Pakistans getötet
Die Bewaffnete erschossen auch vier Schiiten in Quetta.
Quetta – Bei bewaffneten Angriffen im Südwesten Pakistans sind zwei UNO-Mitarbeiter und vier Schiiten getötet worden. Wie die Polizei mitteilte, wurden am Donnerstag in der Stadt Mastung rund 40 Kilometer südlich von Quetta, der Provinzhauptstadt Beluchistans, zwei Mitarbeiter der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) getötet. Bewaffnete hätten das Feuer auf ihr Auto eröffnet. Bisher habe sich niemand zu dem Angriff bekannt.
Bei dem zweiten Vorfall in Quetta eröffneten am Donnerstag Schützen auf einem Motorrad das Feuer auf einen Kleinbus mit Schiiten, wie die Polizei mitteilte. Dutzende Mitglieder der religiösen Minderheit protestierten gegen den Angriff. Beim Vorgehen der Polizei gegen eine illegal errichtete Straßenblockade wurde nach Polizeiangaben zudem ein Polizist durch einen Querschläger aus den Reihen der aufgebrachten schiitischen Demonstranten getötet.
Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Sunniten und Schiiten wurden seit dem Ende der 1980er Jahre in Pakistan tausende Menschen getötet. In der Provinz Beluchistan kämpfen Aufständische seit dem Jahr 2004 für einen größeren Anteil an den Öl- und Gasvorräten der dünn besiedelten Wüstenregion. Zudem sind in der an Afghanistan und den Iran grenzenden Provinz auch Kämpfer der radikalislamischen Taliban aktiv. (APA)
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