Gesellschaft

Inder sperrten Dienstmädchen ein und fuhren in den Urlaub

Kinder sind laut der Beschwerde besonders von einer stark verschmutzten Luft betroffen.
© AP (Archivfoto)

Ohne ausreichend Essen wurde das Mädchen zurückgelassen. Nachbarn befreiten die erst 13-Jährige.

Neu Delhi – Ein indisches Ärzte-Ehepaar hat sein Dienstmädchen vor der Abreise in den Thailand-Urlaub in der Wohnung eingesperrt und dort ohne ausreichend Essen zurückgelassen. Erst nach sechs Tagen hätten Nachbarn die Behörden alarmiert, die die 13-Jährige aus dem Appartement in der Hauptstadt Neu Delhi befreiten, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Nach ihrer Rettung sei sie in ein Schutzzentrum für Frauen und Mädchen gebracht worden.

Wie Sozialarbeiter des Zentrums berichteten, hatte das Mädchen mindestens drei Tage lang nichts zu essen gehabt. Zudem habe es angegeben, schon vor der Gefangenschaft immer wieder von seinen Arbeitgebern misshandelt worden zu sein. Gegen das Ehepaar, das sich noch in Thailand aufhalten soll, wurden Ermittlungen eingeleitet. (APA/dpa)