FP-Liste für Wahl komplett, Heis vor Mandatsentscheid

Als letzte Partei stellten die Blauen gestern ihre Kandidatenliste für die Innsbrucker Gemeinderatswahl vor. Marokkaner-Plakat wird verteidigt.

Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck –Er sei „stolz, 40 mutige Innsbrucker gefunden zu haben, die auf die Liste gegangen sind“. August Penz, Bürgermeisterkandidat der städtischen Freiheitlichen, flankiert von Landesobmann Gerald Hauser zur Rechten und Stadtparteichef Richard Heis zur Linken, holte gestern in einem Innsbrucker Innenstadthotel seine Kandidaten vor den Vorhang.

Es sei ein repräsentativer Querschnitt aus allen Alters- und Berufsgruppen, wurde mehrmals betont. Wenngleich die Schwerpunkte ins Auge stachen – befinden sich doch unter den ersten zehn gleich zwei Polizisten (aktiv und in Rente), ein Heeresbeamter, zwei Juristen und zwei Versicherungsfachleute.

Das Wahlziel gab Hauser klipp und klar vor: „zweistellig werden“.

Trotz Anzeigen wegen des Verdachts der Verhetzung bei der Staatsanwaltschaft und Kritik aus den Reihen des Tourismusverbandes steht das FP-Trio weiter zu der umstrittenen Botschaft „Heimatliebe statt Marokkaner-Diebe“. Hauser bezog sich dabei auf diesbezügliche Anfragebeantwortungen aus dem Innenministerium und bekräftigte: „Jeder, der kriminell ist, hat bei uns nichts verloren.“

Ob der Listenzweite Heis tatsächlich in den Gemeinderat einziehen wird, dürfte in den Sternen stehen. Als Heis 2008 in den Landtag einzog, verzichtete er auf seinen Gemeinderatssitz. „Ein Mann, ein Amt“, hieß es auch gestern. Worauf er verzichten würde? „Abwarten“, sagt Heis.