Schwab nicht mehr Chef der Nationalen Anti Doping Agentur
Zudem werden die Mitglieder der Rechtskommission und deren Ersatzmitglieder aus ihren Ämtern enthoben.
Wien – Andreas Schwab ist nicht mehr Geschäftsführer der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA). Wie Schwab am Freitag in einer knappen Aussendung bekanntgab, habe er mit Sportminister Norbert Darabos vereinbart, sein Dienstverhältnis einvernehmlich aufzulösen. Weiters teilte er mit, dass die Mitglieder der Rechtskommission und deren Ersatzmitglieder „heute enthoben werden, um weiteren medialen Schaden für die NADA Austria und die Rechtskommission im Zusammenhang mit dem Fall Christian Hoffmann zu vermeiden“.
Die Rechtskommission war zuletzt durch die Veröffentlichung von Auszügen einer von Hoffmann durchgeführten Tonaufnahme der Sitzung und der Entscheidungsfindung in die Kritik geraten. „Einen personellen Neustart bei der NADA halte ich im Interesse des Kampfes gegen Doping für den richtigen Schritt. Damit kann in der Öffentlichkeit wieder das notwendige Vertrauen zur NADA aufgebaut werden“, teilte Sportminister Darabos mit.
Schwab wurde im Frühling 2008 zum Geschäftsführer der neuen NADA bestellt, die am 1. Juli 2008 ihre Tätigkeit aufnahm. Sein Vertrag wäre bis 2013 gelaufen.
Binnen der nächsten sechs Tage soll eine Generalversammlung der NADA einberufen werden und in den kommenden Wochen stattfinden, jedenfalls so rasch wie möglich. Das teilte Stefan Hirsch, der Pressesprecher von Sportminister Norbert Darabos, auf Anfrage der APA mit. Im Rahmen dieser Versammlung soll die einvernehmliche Auflösung des Vertrages von NADA-Geschäftsführer Andreas Schwab bestätigt und der Nachfolgemodus geregelt werden.
„Die Nachfolge wird klarerweise weit vor Olympia geregelt“, sagte Hirsch, der auch klarstellte, dass die Arbeit der NADA unbeeinträchtigt fortgeführt werde. (APA)
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