Merkel: Chance der Krisenbewältigung für Griechen
Griechenland muss nach Einschätzung der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel noch drastische Maßnahmen zum Abbau seines Schuldenberges ergreifen. Allerdings habe das Land bereits zahlreiche Reformen in Angriff genommen und die Chance, seine Krise zu bewältigen, sagte Merkel der tschechischen Zeitung „Lidove Noviny“ laut Vorausbericht.
Sie wolle nichts beschönigen, sagte Merkel. Griechenland habe noch einen schweren Weg vor sich, aber es habe auch bereits einen langen Weg zurückgelegt. Merkel sprach sich abermals dafür aus, dass Griechenland in der Eurozone bleiben solle.
Die deutsche Regierungschefin zeigte sich zudem zuversichtlich, dass die anderen Euro-Staaten ihre Budgetdefizite verringern. Es gebe keine Alternative zu soliden Etats, zu Reformen in der Verwaltung sowie auf dem Arbeitsmarkt und vor allem zu einem effizienteren Steuersystem. Es werde noch lange dauern, bis die Europäische Union eine gemeinsame Fiskalpolitik habe, räumte Merkel ein. Aber der Fiskalpakt, in dem sich 25 von 27 EU-Mitgliedern zu mehr Budgetdisziplin verpflichten, gehe in diese Richtung.
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