Neun Tote bei Bombenanschlägen im Süden Thailands
Zudem seien bei den Explosionen in der Stadt Yala mehr als 70 Menschen verletzt worden, sagte ein Armeesprecher.
Yala - Bei einer Serie von Bombenanschlägen im überwiegend muslimischen Süden Thailands sind am Samstag neun Menschen getötet worden. Mindestens 70 Menschen wurden verletzt, als gegen Mittag drei Sprengsätze in der Stadt Yala detonierten, wie die Polizei mitteilte. Mehr als zehn Häuser und zahlreiche Fahrzeuge seien beschädigt worden. In der Grenzregion zu Malaysia kommt es immer wieder zu Gewalttaten, für die muslimische Separatisten verantwortlich gemacht werden. Seit 2004 sind in den Provinzen Yala, Pattani und Narathiwat mehr als 5000 Menschen getötet worden.
Die Separatisten streben nach Abspaltung der fünf mehrheitlich islamischen Südprovinzen Narathiwat, Yala, Pattani, Satun und Songkhla. Thailand (damals Siam) hatte diese Region erst 1902 annektiert. Über 90 Prozent der Einwohner des Königreichs sind Buddhisten, während sich etwa fünf Prozent zum Islam bekennen. Zahlreiche Muslime aus dem Süden sind in das benachbarte Malaysia geflüchtet. (APA/Reuters/AFP)
Kommentare