Kenia

Zwei Anschläge in Kenia fordern einen Toten und zahlreiche Verletzte

Die Anschläge ereigneten sich fast zeitgleich in der Küstenstadt Mombasa und in dem nahe gelegenen Mtwapa.

Mombasa - Bei zwei Anschlägen auf eine christliche Gemeinde und ein Restaurant in Orten an der Küste Kenias sind am Samstagabend ein Mensch getötet und mindestens zwölf andere Menschen verletzt worden. Wie die Zeitung „Daily Nation“ meldete, explodierten nahezu zeitgleich Granaten in einem Restaurant in der Hafenstadt Mombasa und bei einer Gebetsstunde von Gläubigen im Küstenort Mtwapa. Westliche Diplomaten sprachen zunächst von 12 Verletzten, lokale Medien meldeten am Sonntag bereits 26 Verletzte.

Unbekannte Täter schleuderten demnach eine Granate gegen ein Restaurant in Mombasa und verletzten drei Menschen, unter ihnen einen Polizisten. Mehrere Zeugen sagten, das Restaurant werde von nicht-muslimischen Kenianern besucht, weil es auch Gerichte mit Schweinefleisch serviere. Ein weiterer Granatenanschlag in der nahe gelegenen Stadt Mtwapa galt einem Zusammentreffen von Christen. Dabei wurden zwölf Menschen verletzt, von denen einer noch vor seiner Ankunft im Krankenhaus starb.

Kenias Küstenorte haben für den Tourismus in dem ostafrikanischen Land eine große Bedeutung. Nach Terroranschlägen und Entführungen in den vergangenen Monaten fürchtet die Tourismusbranche negative Reaktionen und wachsende Zurückhaltung vor allem in Europa.

Kenia leidet unter dem Terrorismus vor allem, seitdem Nairobi Truppen in das Nachbarland Somalia geschickt hat, um dort die islamistische Miliz Al-Shabaab zu bekämpfen. Die Terrororganisation drohte zwar immer wieder mit Vergeltung auf kenianischem Boden, bestritt aber bisher eine Verantwortung für die Anschläge. Die Al-Shabaab-Miliz kontrolliert große Teile des Zentrums und Südens des bürgerkriegsgeplagten Somalia. (APA/Reuters/AFP)