Ex-Hypo-Chefs fordern jetzt Infos
Innsbruck – Das Bäumchen-wechsle-dich-Spiel mit den ehemaligen Vorständen der Hypo Tirol Hannes Gruber, Werner Pfeifer und Günter Unterleitn...
Innsbruck –Das Bäumchen-wechsle-dich-Spiel mit den ehemaligen Vorständen der Hypo Tirol Hannes Gruber, Werner Pfeifer und Günter Unterleitner in den Hauptrollen geht weiter. Beklagte sich das ehemalige Hypo-Führungstrio anfangs, dass sie für die Sitzung des Finanzkontrollausschusses nicht von der Verschwiegenheitspflicht entbunden wurden, so pochen sie jetzt auf mehr Informationen.
LH Günther Platter (VP) als Eigentümervertreter gab grünes Licht für die Aussagen beim Finanzkontrollausschuss, machte die Altvorstände jedoch auf Treue- bzw. Fremdinteressenwahrungspflicht aufmerksam. Man sei gerne bereit, zu der Klärung des Sachverhaltes im Zusammenhang mit dem kolportierten Wertberichtigungsbedarf (EWB) von 120 Mio. Euro beizutragen, schreiben die Ex-Vorstände an Platter. „Wie in unseren früheren Schreiben bereits ausgeführt, sehen wir uns aber nur dann dazu imstande, wenn uns detaillierte Unterlagen über das Zustandekommen dieser EWB-Summe vorgelegt werden.“ In diesem Zusammenhang ersuchen die drei Ex-Hypo-Chefs um Prüfung, ob Bankgeheimnis und Datenschutz gewahrt werden, wenn die erforderlichen Unterlagen „anonymisiert“ (Schwärzung/Streichung von Kundendaten) bereitgestellt werden. Gleichzeitig solle neuerlich geprüft werden, ob der Finanzkontrollausschuss überhaupt das formal zuständige Gremium ist.
Ende April wird der Hypo-Vorstand die Bilanz für 2011 vorlegen. Wegen des Kreditdebakels im Italien-Geschäft sind Wertberichtigungen in Höhe von 120 Millionen Euro notwendig. Derzeit wird jede einzelne Kreditvergabe in Italien neu bewertet. Zur Stärkung der Eigenkapitalquote erhält die Hypo einen Zuschuss von 230 Mio. Euro aus vorgezogenen Tiwag-Dividenden. (pn)
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