Wörgl stoppt die Energieförderungen

Stadt setzt die Zuschüsse für Energiesparmaßnahmen ein Jahr aus, fasst aber den Grundsatzbeschluss zur Feinstaubreduzierung.

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Von Wolfgang Otter

Wörgl –Der Stadt ist das Geld für die Energieförderung ausgegangen, daher wird es voraussichtlich erst wieder 2013 Zuschüsse für energiesparende Maßnahmen geben. Die Stadt Wörgl, die als Energiemetropole punkten möchte, hat ein umfassendes Fördersystem geschnürt, so umfassend, dass die Wörgler das Angebot gerne annahmen und damit das vorgesehene Budget von 300.000 Euro für 2011/12 sprengten.

„Wenn wir die letzten versprochenen Förderungen für 2011 alle ausbezahlt haben, bleiben uns noch rund 40.000 Euro für das Jahr 2012, daher hat der Umweltausschuss beschlossen, den Gemeinderat zu raten, die Förderung für heuer auszusetzen. Damit wir nicht Leute mit Anträgen wegschicken müssen“, bedauerte Umweltreferent Richard Götz in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Die Alternative wäre gewesen, das Budget noch einmal aufzustocken. Dieser Vorschlag von Götz fand aber keine Widerhall im Gemeinderat. „Ich habe mehr Geld verlangt, aber im Budget 2012 nichts mehr bekommen, daher liegt es nicht mehr in meinen Händen“, meinte Götz.

Dabei habe sich die Förderung bewährt, wie Götz mit Zahlen belegte: So wurden 156 Förderansuchen in den Bereichen Solaranlagen, Photovoltaikanlagen, Dämmungen und so weiter behandelt. „Damit haben wir 470 Tonnen CO2 eingespart“, zeigt Götz auf.

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Umweltausschussmitglied GR Bettina Müller wiederum kündigte an, dass sie für 2013 auf alle Fälle ein höheres Budget verlangen werde. Laut Vize-BM Andreas Taxacher ging es auch darum, dass man „einen Schnitt macht und dann ein System finden, damit die Leute sicher wissen, ob sie ein Geld bekommen oder nicht, wenn sie eine Maßnahme setzen“. Das Aussetzen der Förderungen wurde mehrheitlich beschlossen, damit ist es nicht möglich, 2012 einen Antrag einzubringen.

In Sachen Feinstaub fiel ein positiver Beschluss für einen Vorschlag der Grünen (die TT berichtete). Der Gemeinderat bekannte sich mehrheitlich zu Maßnahmen zur Verringerung der Feinstaubbelastung. Wobei konkrete Maßnahmen bis Herbst erarbeitet werden. Unter anderem geht es auch um die Verständigung. Die Grenze hierfür soll auf 40 Mikrogramm (gesetzlich 50 Mikrogramm) gesenkt werden. Wie die Alarmierung vor sich geht, wird noch diskutiert.


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