Grenzenloses Klärwerk

Niederndorf – Ein länderübergreifendes Projekt haben die Bürgermeister der Unteren Schranne mit dem Ersten Bürgermeister von Aschau im Chiem...

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Niederndorf –Ein länder­übergreifendes Projekt haben die Bürgermeister der Unteren Schranne mit dem Ersten Bürgermeister von Aschau im Chiemgau gestartet. Die Abwässer des Aschauer Ortsteils Sachrang werden über die Kläranlage der Unteren Schranne entsorgt. Kürzlich unterzeichneten die Beteiligten den Vertrag. „Die Bayern werden nicht Mitglied im Abwasserverband, sondern wir sind Dienstleister für sie und stellen die Arbeit in Rechnung“, erklärt BM Josef Ritzer. Derzeit umfasst die Vereinbarung eine Abwassermenge von 700 Einwohnerwerten, diese kann jedoch auf 1200 innerhalb der vereinbarten 20 Jahre steigen. Das sind fünf Prozent der Kapazität des Klärwerks. Die Idee für diese Lösung liegt schon etwa fünf Jahre zurück, mittlerweile gibt es von allen betroffenen Gemeinden einstimmige Gemeinderatsbeschlüsse und auch seitens der Behörde gab es viel Zustimmung für die Lösung. Die Gemeinde Aschau muss nun eine 2,6 Kilometer lange Druckrohrleitung mit einem Durchmesser von 110 mm bis zum Anschluss am Niederndorferberg verlegen. „Wir graben dazu nicht die Straße auf, es werden die Kunststoffrohre im Bohrspülverfahren vorangetrieben“, erklärte BM Werner Weyerer. Die Kosten dafür betragen knapp eine Million Euro, die Bauzeit etwa zwei Monate. Die Kläranlage Untere Schranne muss in den kommenden Jahren einer Großsanierung unterzogen werden und dabei wird der vereinbarte steigende Einwohnerwert von Sachrang mit einberechnet. (be)

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