Österreichischer Musikmarkt auch 2011 geschrumpft

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Sony-Music-Chef Edgar Berger sieht die Krise des Musikmarktes überwunden, der internationale Verband der Musikwirtschaft IFPI erkennt Anzeichen von „echtem Optimismus“. Und dennoch ist der heimische Musikmarkt auch im vergangenen Jahr wieder einmal geschrumpft. Wie IFPI Austria mitteilte, konnten 2011 insgesamt 174 Mio. Euro umgesetzt werden, was einem Minus von 6,5 Prozent entspricht.

Gleichzeitig ist aber wie im Jahr zuvor der Absatz leicht gestiegen (plus 3,5 Prozent). Als Fels in der Brandung zeigt sich zunehmend das Onlinegeschäft. Dieses befindet sich beinahe schon traditionell weiter auf Wachstumskurs: 2011 erreichte der Umsatz am Handy- und Internetmarkt bereits 24 Mio. Euro, eine Steigerung um 14 Prozent. Die Verteilung auf einzelne Songs und ganze Alben ist dabei mit 9 respektive 10 Mio. Euro annähernd gleich. Dass sich Musik auf Smartphones zunehmender Beliebtheit erfreut, belegen 1,5 Mio. Euro Umsatz in diesem Bereich - ebenso viel, wie für Handyklingeltöne 2011 ausgegeben wurden. Noch etwas dahinter rangiert derzeit das vielerorts als Rettung des dahinsiechenden Marktes gepriesene Streaminggeschäft: Spotify, Deezer und Co lukrierten in Österreich im vergangenen Jahr rund 1 Mio. Euro (plus 32 Prozent).

Wie schon 2010 hat die IFPI Austria auch für die vorjährige Bilanz die Einnahmen der Verwertungsgesellschaft LSG zu den Gesamtzahlen addiert. Auch hier ist Stagnation die große Maxime, rund 22 Mio. Euro wurden aus Lizenzeinnahmen bezüglich der öffentlichen Sendung und Wiedergabe von Musikstücken (Radio, Fernsehen, Discos, etc.) lukriert. Cashcow Nummer 1 ist und bleibt aber die CD: Insgesamt 124 Mio. Euro entfallen auf physische Tonträger, die Compact Disc war mit 113 Mio. Euro Umsatz (2010: 125 Mio. Euro) der Platzhirsch, während Musik-DVDs mit 10 Mio. Euro einen markanten Rückgang von knapp 4 Mio. Euro erleiden mussten.

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