Gratis Grundbildung an der VHS

Rund 35.000 Menschen in Tirol sind von Lese-, Schreib- oder Rechenschwierigkeiten betroffen. Die Volkshochschule bietet ihre Grundkurse jetzt ohne Selbstbehalt an.

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Innsbruck - Nach vier Jahren Aufbauarbeit kann die Grundbildung der Volkshochschule – Lesen, Schreiben und grundlegendes Rechnen für Erwachsene – in Tirol nun ohne Selbstbehalt besucht werden. Land und Bund übernehmen künftig jeweils 50 Prozent der Kosten.

Bürgermeisterin Oppitz-Plörer, Vorsitzende der VHS Tirol, begrüßte die Initiative. „Von zirka 700.000 Menschen in Tirol sind fünf Prozent von Lese-, Schreib-, und Rechenschwierigkeiten betroffen“, so die Bürgermeisterin: „Zumindest die finanzielle Hürde fällt nun durch die Zusammenarbeit mit Land und Bund weg. Wir müssen aber weiter gemeinsam den Menschen Mut machen, ihre persönliche emotionelle Hemmschwelle zu überwinden.“

Seit 2008 haben rund 400 Personen dieses Angebot in Anspruch genommen, etwa 90 sind derzeit gerade dabei. Da Grundbildung von den Unterrichtenden neben großem menschlichen Einfühlungsvermögen auch hohe Professionalität erfordert, holte die VHS einen am Grundbildungszentrum der Volkshochschule Linz entwickelten, berufsbegleitenden Lehrgang nach Innsbruck und bildete in den vergangenen fünf Jahren 83 GrundbildungstrainerInnen aus, von denen die meisten in Vorarlberg, Tirol und Salzburg tätig sind.

Gelernt wird in Kleingruppen von bis zu fünf Personen, die jederzeit – also auch während eines Semesters – starten können. Die Grundbildung kann so lange konsumiert werden wie nötig, bis die Teilnehmerin oder der Teilnehmer lesen, schreiben und rechnen kann. Auch der grundlegende Umgang mit dem Computer oder Lernen lernen, gehören zu den vermittelten Inhalten.

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Willkommen sind alle Erwachsenen, die sicher mit den Kulturtechniken umgehen wollen – sowohl Menschen mit deutscher Muttersprache, als jene mit Migrationshintergrund. Die Grundbildung kann an den Volkshochschulen in Lienz, Kufstein, Schwaz, Innsbruck und Imst/Ötztal besucht werden.

Das aufbauende Ziel soll sein, mittels dieser Grundbildung auch Pflichtschulabschlüsse nachholen zu können – allein tirolweit haben rund 16.000 Menschen keinen solchen Abschluss. (TT.com)


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