Junge Redner verliehen ihrem Standpunkt Flügel

26 Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, beim Jugendredewettbewerb die eigenen Ideen und Meinungen vor großer Runde zu präsentieren.

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Von Brigitte Wacker

Breitenwang –Zum 16. Mal beschlossen vergangenen Freitag 26 Schüler und Lehrlinge, aus der Anonymität aufs Rednerpult und die Bühne zu steigen und sich mutig dem Smile-Redewettbewerb im Veranstaltungszentrum Breitenwang zu stellen. Vor den Augen einer heimischen Jury, bestehend aus Ernst Hornstein, Bernhard Steurer, Alexandra Posch, Natalie Kofler und Elisabeth Pfurtscheller, maßen sie sich in ihren rhetorischen und schauspielerischen Talenten. Nichts war zu spüren von der Null-Bock-Generation. Redegewandtheit gepaart mit Tiefgang und auch Witz ließen aufhorchen. Schließlich „erredeten“ sich Rebecca Wirrer (Neues Sprachrohr), Christine Pichler (Spontanrede) und Florian Lumpert (Klassische Rede) die ersten Plätze.

Josef Ostheimer, Leiter der Berufsausbildung der Planseegruppe, hat den ganzen Tag mit Jugendlichen zu tun. Er fungierte als Fragensteller. „Für mich ist der Redewettbewerb eine einzigartige Möglichkeit, sich auch einmal im Bereich Sprache zu engagieren. Da bietet man einem die Chance, aufgrund der eigenen Themenwahl seine persönlichen Interessen aufzuzeigen“, resümierte Ostheimer. Das Faszinierende an diesem Abend sei für ihn das selbstbewusste Auftreten der jungen Leute und vor allem die Intelligenz und das Wissen gewesen. Die Teilnehmer machten den Eindruck, dass sie etwas bewegen wollten. „Der musikalische Vortrag von Rebecca Wirrer über das Thema Kindesmissbrauch zum Beispiel hat mich sehr bewegt und extrem beeindruckt. Der Mut, dieses heikle Thema vor so vielen Menschen anzusprechen, hat mir gezeigt, welch großes Potenzial in manch einem Jugendlichen steckt“, meinte Ostheimer. Die jungen Redner befassten sich mit Themen wie „Rauchen“, „Alt und Jung“, „Mobbing“ oder auch „Schaut hin – nicht weg“ und nahmen sich da auch kein Blatt vor den Mund.

„Mir hat das Multikulti-Gemisch innerhalb der Teilnehmergruppen am Besten gefallen. Überhaupt hat mir der Abend gezeigt, dass die Außerferner Jugend mit Migration kein Problem hat – und so soll es sein. Kulturelle Vielfalt sollte eine Bereicherung sein und kein Hindernis. Außerdem war ich tief beeindruckt von der Themenvielfalt und der Tiefe, die manche Vorträge vermittelten und ausstrahlten“, zollte Bürgermeister Alois Oberer allen Mitwirkenden Respekt.

„Voll getaugt hat mir, dass viel Publikum anwesend war und das Ambiente heuer so toll – g‘steckt voll der Saal und super Stimmung“, schwärmte Siegerin Christine Pichler. Überraschend für sie sei auch das hohe Niveau der Konkurrenz gewesen. „Die Texte waren echt gut, obwohl etliche vom Alter her noch ziemlich jung sind.“ Es sei einfach genial, sich im Rahmen eines Wettbewerbs ausdrücken zu können und die eigene Meinung präsentieren zu dürfen.

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